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Schlappe für Qwest Verizon kauft MCI-Aktienpaket

Inmitten des Bieterwettstreits um den US-Ferngesprächspezialisten MCI hat sich Verizon Communications mit dem größten MCI-Aktionär auf eine Übernahme von dessen Anteilen geeinigt.

Der mexikanische Unternehmer Carlos Slim Helu - laut Magazin "Forbes" der reichste Mann Lateinamerikas und der viertreichste der Welt - verkaufe seinen 13,7-prozentigen Anteil für 1,1 Mrd. US-Dollar in bar, teilte Verizon am Samstag mit.

Damit stellt sich das Unternehmen im Wettstreit gegen Qwest Communications neu auf. Verizon bietet Slim mehr als den übrigen Aktionären im Rahmen seiner Offerte über 7,6 Mrd. US-Dollar. MCI hat sich bereits mehrfach für Verizons Angebot entschieden, obwohl Qwest deutlich mehr bietet. MCI wollte zum Geschäft von Slim und Verizon keine Stellungnahme abgeben.

Zuletzt hatte MCI an seiner Fusionszusage an Verizon festgehalten. Qwest bestätigte die Entscheidung am Mittwoch und kündigte an, nun weitere Optionen für einen Kauf des Unternehmens zu prüfen, darunter offenbar auch die Möglichkeit einer feindlichen Übernahme. Damit würde Qwest die Unternehmensführung von MCI umgehen und sich direkt an dessen Aktionäre richten.

Qwest hat 9,1 Mrd. US-Dollar geboten, eine zuletzt von MCI geforderte Aufstockung auf 9,9 Mrd. US-Dollar aber abgelehnt. Das MCI-Management bewertete die finanziell robuste Verfassung Verizons und die starken Wachstumsaussichten im Verbund mit dem US-Marktführer als attraktiver.

Nach Angaben von Qwest unterstützen Eigner von mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals von MCI Qwests Gebot. Dies sei das Ergebnis einer Umfrage, die Qwest im Laufe dieser Woche unter MCI-Aktionären habe machen lassen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Quelle: ntv.de