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Begehrlichkeiten Volksbanken wollen Sparkassen

Die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken bereiten sich laut einem Zeitungsbericht auf einen Einstieg bei den unter Privatisierungsdruck geratenen Sparkassen vor.

Wegen ihrer ähnlichen Kundenstruktur und der regionalen Orientierung seien Sparkassen für Genossenschaftsbanken attraktiv, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), Christopher Pleister, dem "Handelsblatt". Mehrere Länder arbeiteten daran, im öffentlich-rechtlichen Sektor neue Beteiligungsverhältnisse zu ermöglichen. "Auf die Chancen, die daraus entstehen, wollen wir vorbereitet sein", zitierte die Zeitung den BVR-Chef.

Pleister hält es demnach für möglich, dass mehrere Volks- und Raiffeisenbanken gemeinsam bei einer Sparkasse einsteigen. "Wenn sich etwas verändert, dann müssen wir handlungsfähig sein", sagte der BVR-Präsident der Zeitung.

Sparkassen-Landschaft im Umbruch

Die deutsche Sparkassen-Landschaft steht 2006 vor einem radikalen Umbruch. Der Druck von Politikern auf die jahrzehntelang staatlich behüteten Banken, sich für Fusionen zu öffnen, wächst. So will beispielsweise der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) die Bildung von Stammkapital möglich machen - damit könnten Sparkassen leichter mit anderen Instituten verschmolzen werden. Privatisierungen werden allerdings - zunächst - nicht angestrebt. Koch will vor allem die Helaba stärken, die sich 2005 bereits die Frankfurter Sparkasse einverleibt hat. Es war einer der ersten vertikalen Zusammenschlüsse.

Quelle: ntv.de