Meldungen

Squeeze-Out-Verfahren Wella ebnet P&C den Weg

Nach zwei Tagen mit teilweise hitzigen Debatten hat der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) die Zwangsabfindung der restlichen Aktionäre (squeeze-out) des Darmstädter Haarpflegespezialisten Wella durchgesetzt.

Die Aktien der noch verbliebenen Minderheitsaktionäre werden dem Beschluss der Hauptversammlung zufolge gegen eine Barabfindung von 80,37 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie auf den US-Mutterkonzern übertragen, teilte Wella am Donnerstag mit. Das Unternehmen soll danach von der Börse genommen werden. Von den Aktionären wurde auch der Beherrschungsvertrag mit P&G bestätigt.

Der Konsumgüterkonzern, der Wella 2003 übernommen hatte, hält 96,9 Prozent an Wella. Nach der Übernahme war Wella in P&G integriert worden, wobei unter anderem das weltweite Friseur- und Duftgeschäft von Wella und P&G zusammengelegt wurde. Auf dem Aktionärstreffen hatten sich Kleinaktionäre heftig dagegen zur Wehr gesetzt, dass das Unternehmen vom Börsenzettel gestrichen wird. Schon der Beginn der Hauptversammlung hatte sich deshalb verzögert. Das Aktionärstreffen war vorsichtshalber auf zwei Tage angesetzt worden.

Quelle: ntv.de