Meldungen

Investmentbanking tabu Wo streicht die HVB?

Die zur italienischen UniCredito gehörende Großbank HVB will bei ihrem Stellenabbau das Investmentbanking und den Vertrieb unangetastet lassen.

Die Sparte Corporates & Markets, in der das Investmentbanking und das Geschäft mit Großkonzernen angesiedelt ist, solle nicht verkleinert werden, sagte der neue HVB-Personalvorstand Heinz Laber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in einem Interview. "Es wäre nicht sinnvoll, da jetzt zu kürzen, weil das Geschäftsfeld in den vergangenen Jahren ein verlässlicher Ertragsbringer für die HVB war", sagte er.

Auch das Filialnetz und andere Bereiche blieben von einem Stellenabbau verschont. "Im Vertrieb wird nicht gekürzt, da wollen wir ausbauen", sagte Laber.

Im Zuge der Fusion mit der italienischen UniCredito hatte die HVB einen Abbau von 1.800 der 26.000 Arbeitsplätze im Inland angekündigt, zusätzlich zu den 2.400 Stellen, die im Zuge eines laufenden Sparprogramms wegfallen. Laber sagte, mit dem vor der Übernahme angekündigten Sparprogramm komme die HVB gut voran. 1.100 Stellen seien bereits über eine Freiwilligenaktion und die normale Fluktuation abgebaut worden.

Erst Abwehr, dann Angriff

Laber zeigte sich zuversichtlich, dass nach dem Abschluss der beschlossenen Kürzungspläne keine weiteren Einsparungen mehr nötig sind. "Ich bin absolut optimistisch, dass wir unsere Wachstumsziele erreichen werden", sagte er. "Die HVB musste in den vergangenen Jahren versuchen, kein Tor zu kriegen, jetzt spielen wir auf Angriff." Bei der Fusion war der Münchener Bank eine deutliche Steigerung der Erträge im Inlandsgeschäft als Ziel vorgegeben worden.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.