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USA machen Druck Yuan-Aufwertung verlangt

Die USA haben China zu einer weiteren Aufwertung seiner Währung und einer Stärkung der heimischen Nachfrage als Antwort auf die globale Finanzkrise aufgefordert. "Wir haben unterstrichen, dass Fortschritte beim Wechselkurs und Flexibilität wichtig sind, und die chinesische Seite stimmte zu", sagte US-Finanzminister Henry Paulson zum Abschluss einer zweitägigen Runde im strategischen Wirtschaftsdialog beider Seiten in Peking. Er lobte die Zusammenarbeit mit China bei der Bewältigung der globalen Finanzkrise als "sehr kooperativ".

Um den Handel in der Finanzkrise zu unterstützen, verkündeten beide Seiten, zusammen 20 Mrd. Dollar über ihre Außenhandelsbanken für den Export ihrer Waren in aufstrebende Volkswirtschaften zur Verfügung zu stellen. Die USA verpflichteten sich zu zwölf Mrd. und China zu acht Mrd. Dollar. Beide Seiten stimmten überein, die Rolle der Entwicklungsländer in internationalen Finanzinstitutionen sowie die Finanzregeln zu stärken. Paulson begrüßte das chinesische Konjunkturprogramm mit einem Umfang von umgerechnet 455 Mrd. Euro als Reaktion auf die Krise.

Auch wenn China keine feste Zusage gab, seine Währung schneller aufzuwerten, versicherte Chinas Handelsminister Chen Deming vor Journalisten, sein Land werde sich nicht auf einen schwächeren Yuan stützen, um seine Exporte zu fördern. Er reagierte auf anhaltende Spekulationen über einen Wechsel in der Politik der chinesischen Zentralbank, nachdem der nicht frei handelbare Yuan seit Sommer nicht mehr richtig zugelegt und sich diese Woche gegenüber dem US-Dollar sogar deutlich abgeschwächt hatte.

Es war die fünfte Runde des 2006 aufgenommenen Wirtschaftsdialogs, der zweimal im Jahr stattfindet. Über eine Fortsetzung muss der künftige US-Präsident Barack Obama entscheiden.

Quelle: n-tv.de

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