Wirtschaft
Bei der Fahrzeugprüfung die Aufsichtspflicht vernachlässigt: VW akzeptiert das Bußgeld.
Bei der Fahrzeugprüfung die Aufsichtspflicht vernachlässigt: VW akzeptiert das Bußgeld.(Foto: AP)
Donnerstag, 14. Juni 2018

Der Börsen-Tag: Börsianer halten VW-Aktie im Blick

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Aufarbeitung des Abgasskandals rücken im deutschen Aktienhandel die Aktien der Autobauer ins Blickfeld.

  • Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Vortag einen Bußgeldbescheid von 1 Milliarde Euro gegen Volkswagen verhängt.
  • Der Wolfsburger Automobilkonzern akzeptiert das Bußgeld und sieht darin ein Bekenntnis zu seiner Verantwortung. Durch den Bußgeldbescheid wird das gegen VW laufende Ordnungswidrigkeitenverfahren beendet.
  • Das Bußgeld setzt sich aus dem gesetzlichen Höchstmaß von 5 Millionen Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile von 995 Millionen Euro zusammen.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft erreichte die Öffentlichkeit zur Wochenmitte nach Börsenschluss in Deutschland. Gespannt warten Börsianer nun darauf, wie der Kurs der im Dax notierten Vorzugsaktien von Volkswagen auf das Bußgeld reagieren wird.

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Die Staatsanwaltschaft sei in ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis gekommen, dass es in der Motorenentwicklung im Zusammenhang mit der Fahrzeugprüfung zu Aufsichtspflichtverletzungen gekommen sei, hieß es. VW verzichtet auf Rechtsmittel und sieht in dem Bußgeld einen weiteren Schritt zur Bewältigung des Dieselskandals.

Die Staatsanwaltschaft betonte, sie habe bei der Festsetzung der Summe berücksichtigt, dass durch die Höhe der Zahlung nicht die Durchsetzung etwaiger zivilrechtlicher Zahlungsansprüche von Bürgern gegen Volkswagen gefährdet werden.

Quelle: n-tv.de