Mittwoch, 14. Februar 2018: Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer

17:54 Uhr
(Foto: REUTERS)

US-Preisdaten verpuffen - Dax schließt deutlich im Plus

Nach dem ersten Schrecken über einen unerwartet starken Preisanstieg in den USA kehren die Finanzmärkte dies- und jenseits des Atlantiks schnell zur Tagesordnung zurück.

Chart

Der Dax steigt bis Handelsschluss um 1,1 Prozent auf 12.339 Punkte, der EuroStoxx50 legt ebenfalls gut ein Prozent zu auf 3378 Zähler.

In New York klettert der Dow Jones derweil um 0,1 Prozent auf 24.661 Zähler. Der S&P500 gewinnt 0,4 Prozent auf 2674 Punkte.

"Viele sind einfach erleichtert darüber, dass es nicht noch schlimmer kam", sagt ein Händler in Frankfurt. Zudem seien die ersten Kursverluste unmittelbar nach Veröffentlichung des überraschend deutlichen Preisanstiegs in den USA übertrieben gewesen.

Der Dax war zeitweise um ein Prozent bis auf 12.075 Punkte eingebrochen.

17:25 Uhr
(Foto: picture alliance / dpa)

US-Rohöllager weniger voll als erwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA haben in der Woche zum 9. Februar etwas zugelegt, allerdings weniger stark als von Analysten erwartet.

Chart

Die Lagerbestände stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,84 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Analysten hatten einen Anstieg um 2,6 Millionen erwartet. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 1,9 Millionen Barrel erhöht.

Bei den bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war mit 3,9 Millionen Barrel ebenfalls eine Zunahme registriert worden.

16:25 Uhr
(Foto: REUTERS)

Dax und Dow stecken Zins-Ängste überraschend weg

Nachdem die Furcht vor schneller steigenden Zinsen in den USA die Wall Street anfangs noch am Boden gehalten hat, springt der Dow-Jones-Index nun ins Plus.

Das Börsenbarometer klettert um 0,2 Prozent auf 24.701 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 schafft nach einem negativen Start sogar ein Plus von 0,3 auf 2672 Zähler. 

Auch Dax und Euro erholen sich deutlich von den Tagestiefs. Offenbar scheint sich eine positive Interpretation der über Erwartungen gestiegenen US-Verbraucherpreise an den Börsen durchzusetzen (siehe Eintrag 14:47 Uhr). Dass diese nämlich letztlich für eine stärkere US-Wirtschaft sprechen.

Chart

Eine fundamentale Erklärung für die Erholung des Euro auf 1,2370 Dollar, und damit auf ein Niveau über dem vor den US-Daten, oder die Aktienmärkte fällt allerdings dennoch schwer. "Für die Aktienmärkte sind das extrem schlechte Daten", sagt Steven Englander, Strategieexperte bei dem Anlageberater Rafiki Capital. "Das nährt die Ängste, die vom Arbeitsmarkt vor zehn Tagen ausgelöst wurden", sagt Analyst Jack Ablin vom Finanzberater Cresset Wealth.

Die LBBW sieht sich derweil nach den US-Verbraucherpreisen in ihrer Erwartung bestätigt, dass die US-Notenbank im laufenden Jahr die Leitzinsen mindestens drei Mal anheben wird. Der Dax gewinnt 1,2 Prozent auf 12.343 Punkte.

Eine Zinserhöhung im März ist an den Finanzmärkten bereits fest eingepreist.

15:47 Uhr
Trump haut aufs Blech.
Trump haut aufs Blech.(Foto: REUTERS)

Treffen neue US-"Strafzölle" auch deutsche Firmen?

Apropos Trump ... Der US-Präsident droht jetzt erneut mit Einfuhrzöllen auf ausländische Metalle. Das bedeutet, auch deutsche Unternehmen müssen nun ernsthaft zittern.

Chart

Trump hat in der Vergangenheit nicht nur den chinesischen, sondern auch den deutschen Handelsüberschuss mit den USA kritisiert.

Ob es jetzt aber tatsächlich so weit ist oder nicht, ist immer noch offen. Trumps jüngster verbaler Vorstoß richtet sich zunächst wieder gegen China. Aber wer weiß? "Wir müssen abwarten, ob ihnen auch konkrete Vorschläge folgen", sagt ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

Im Januar hatte die US-Regierung hohe Zölle auf den Import von Solarmodulen und Waschmaschinen aus China und Südkorea verhängt und damit empörte Reaktionen in beiden Ländern ausgelöst.

15:27 Uhr

Iranische Polizei nimmt Devisenhändler fest

Bleiben wir beim lieben Geld, lassen den Blick aber weiter in die Ferne schweifen: Im Iran leidet die Landeswährung an einem drastischen Wertverfall. Deshalb gehen die Behörden massiv gegen Währungshändler vor.

  • Die Polizei nimmt in Teheran laut Medienberichten rund 100 Geldwechsler fest.
  • Zudem wurden laut Polizeiberichten zehn Wechselstuben geschlossen.
(Foto: picture alliance / dpa)

Die iranische Währung Rial befindet sich seit Monaten auf Talfahrt. Heute sackte sie gegenüber dem Dollar auf einen neuen Tiefstand: Während Iraner im Juli noch für einen Dollar 38.400 Rial bezahlen mussten, sind es inzwischen 48.400. Gründe hierfür gibt es unterschiedliche. Eine wichtige Rolle spielt die Iran-Politik von Donald Trump:

  • Der US-Präsident ist ein entschiedener Gegner des internationalen Atomabkommens mit der Islamischen Republik.
  • Trump schreckt damit internationale Investoren ab, auf deren Rückkehr viele Iraner nach Unterzeichnung des Abkommens hoffen.
  • Ein Devisenhändler, der anonym bleiben wollte, machte allerdings auch die iranische Führung verantwortlich:
  • Sie habe den Anstieg des Dollarkurses im Iran mitverursacht, indem sie am Vortag selbst Dollar aus dem Verkauf von Erdöl und -gas ins Ausland zum Kurs von 48.400 Rial auf den Markt gebracht habe.
14:47 Uhr
Ein Anziehen der Löhne hatte vor einer Woche für Marktturbulenzen gesorgt.
Ein Anziehen der Löhne hatte vor einer Woche für Marktturbulenzen gesorgt.(Foto: imago stock&people)

US-Preise steigen stärker als erwartet

Die mit Spannung erwarteten Inflationsdaten aus den USA sind da:

Chart

Der Preisauftrieb in den USA ist demnach zu Jahresbeginn stärker als erwartet ausgefallen. Konkret kletterten die Verbraucherpreise im Januar um 2,1 Prozent zum Vorjahresmonat. Experten hatten lediglich mit 1,9 Prozent gerechnet.

Im Dezember hatte die Teuerung ebenfalls bei 2,1 Prozent gelegen. Zum Vormonat zogen die Preise im Januar um 0,5 Prozent an. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet.

Ein überraschend kräftiges Anziehen der Löhne hatte jüngst an den Märkten Sorgen geschürt, die Notenbank Fed könnte die Zinsen im Kampf gegen Inflationsrisiken stärker als gedacht anheben. Diese Ängste sorgten weltweit für starke Kursrückgänge am Aktienmarkt.

Die Reaktionen an den Märkten lassen nicht lange auf sich warten: Die US-Futures drehen ins Minus, der Dax fällt auf Tagestief. Der Dollar legt nach den starken Daten zu. Umgekehrt fällt der Euro unter 1,23 Dollar.

 

14:24 Uhr

Innogy baut Solargeschäft in Australien aus

Die RWE-Ökostromtochter Innogy zieht es auf der Suche nach neuen Wachstumsgeschäften in die Ferne.

Chart

Der Konzern kauft in Australien zwei Solarprojekte.

Dabei handelt es sich um Projekte mit einer Kapazität von insgesamt mehr als 460 Megawatt. Innogy übernimmt diese vom australischen Projektentwickler Overland Sun Farming. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 400 Millionen Euro. Baustart ist dieses Jahr. 2019 sollen die Anlagen in Betrieb gehen.

13:14 Uhr
Die kursierenden Zinssorgen machen einen Strich durch die Rechnung.
Die kursierenden Zinssorgen machen einen Strich durch die Rechnung.(Foto: dpa)

Instone - Wieder zittert sich einer aufs Börsenparkett

Der Wohnimmobilien-Entwickler Instone schafft es nur mit Mühe an die Frankfurter Börse.

Statt der geplanten 23,4 Millionen Aktien können nur 19,9 Millionen platziert werden. Der Ausgabepreis lag den Angaben zufolge mit 21,50 Euro nur am unteren Ende der Preisspanne, die bis 25,50 Euro reichte. Die Aktien sollen am Donnerstag erstmals an der Börse gehandelt werden.

Insgesamt bringt die Emission damit 428 Millionen Euro ein. Davon geht der Großteil an den Finanzinvestor Activum SG, den bisherigen Alleineigentümer.

Gegen einen Einstieg in Immobilien-Aktien sprechen derzeit die kursierenden Zinssorgen.

Aber der Wohnimmobilien-Entwickler ist nicht der einzige, der sich dieser Tage an die Börse gezittert hat.

Am Freitag legte bereits die bayerische Arzneifirma Dermapharm ein ernüchterndes Börsendebüt hin. Nachdem die Aktien mit 28 Euro in der Mitte der Preisspanne ausgegeben worden waren, stürzten sie am ersten Handelstag ab. Am Mittwoch notierten sie bei 26,70 Euro.

12:20 Uhr
Die Weltwirtschaft zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen
Die Weltwirtschaft zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen(Foto: picture alliance / Axel Heimken/)

Weltwirtschaftsklima so gut wie seit 2007 nicht mehr

Das Weltwirtschaftsklima hat sich im ersten Quartal 2018 nach einer Erhebung des Ifo Instituts sehr stark verbessert. Der Indikator stieg von 17,1 auf 26,0 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Herbst 2007.

Die befragten Experten beurteilten nicht nur die aktuelle Wirtschaftslage deutlich positiver, auch die Konjunkturerwartungen verbesserten sich. "Der weltweite Aufschwung verfestigt sich", erklärte das Institut.

Die Beurteilung der aktuellen Lage sowie die Erwartungen stiegen dabei insbesondere in den USA, der Europäischen Union und den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern äußerst stark an. In Lateinamerika verbesserte sich die Lageeinschätzung beträchtlich, jedoch verschlechterten sich die Erwartungen etwas.

10:51 Uhr
Die Frage, wann der Gipfel des Aufschwungs überschritten ist, wird immer drängender.
Die Frage, wann der Gipfel des Aufschwungs überschritten ist, wird immer drängender.(Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/)

Milliardenwetten gegen Europas Großkonzerne

Der weltgrößte Hedgefonds Bridgewater wettet Milliardensummen auf Kursverluste bei europäischen Großkonzernen. Auch bei zahlreichen Dax-Konzernen wurden seit Ende Januar laut Bundeanzeiger zahlreiche Leerverkaufspositionen aufgebaut, darunter Deutsche Bank, Allianz, BASF und Siemens.

Chart

Die Wetten auf Kursverluste bei insgesamt 13 Dax-Konzernen beliefen sich zuletzt auf fast sechs Milliarden Euro! Auch in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien hat Bridgewater Milliarden im Feuer.

Warum tut Bridgewater das?

Die Konjunktur sei in der Spätphase des Aufschwungs, erklärt Gründer Ray Dalio. "Wir wissen nicht genau, wie weit die Aktienmärkte und dann die Wirtschaft vom Gipfel entfernt sind, aber es ist klar, dass die Anleihenmärkte den Gipfel überschritten haben. Ich sorge mich darum, wie der nächste Abschwung aussehen wird, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass er bald kommen wird."

Bei Leerverkäufen leihen Investoren sich Aktien, um diese zu verkaufen. Dabei hoffen sie, die Papiere bis zum Ende der Ausleihfrist billiger zurückkaufen und die Differenz als Gewinn einstreichen zu können.

10:20 Uhr
Nächstes Jahr wird bei der EZB der Chefsessel frei. Die Spekulationen über die Nachfolge von Mario Draghi beginnen. Ein Name taucht immer wieder auf: Jens Weidmann.
Nächstes Jahr wird bei der EZB der Chefsessel frei. Die Spekulationen über die Nachfolge von Mario Draghi beginnen. Ein Name taucht immer wieder auf: Jens Weidmann.(Foto: picture alliance / Jörn Bender/d)

Weidmann ist gegen digitales Zentralbankgeld

Kein Tag ohne einen Wortbeitrag zur Zukunft von Kryptowährungen: Heute ist es Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, der sich gegen die Einführung von digitalem Zentralbank-Geld ausgespricht.

Chart

Digitales Zentralbankgeld habe einen gravierenden Haken, da es in direkte Konkurrenz zu Bankeinlagen treten könne "und das viel leichter als Bargeld", sagt Weidmann auf einer Bargeld-Konferenz der Bundesbank in Frankfurt.

Im Kreditgeschäft der Banken würden die Margen dadurch weiter sinken, was aus Sicht der Finanzstabilität problematisch sein könne.

Ebenfalls problematisch aus Sicht des deutschen Notenbankers: "Im Fall eines digitalen Bank Runs könnten Sie Ihre Ersparnisse per Mausklick auf das eigene Konto bei der Notenbank überweisen und damit aus dem privaten Finanzsystem fliehen." Damit würde sich eine Bankenkrise laut Weidmann verstärken.

Video

Banken, die sich in Krypto-Währungen wie Bitcoin engagieren, droht er mit hohen Kapitalfordergungen. Nennenswerte Investitionen von Banken und Privatanlegern stellten ein Risiko für die Finanzstabilität dar und seien mit viel Eigenkapital zu hinterlegen.

Insgesamt hält Weidmann die Risiken von Kryptowährungen derzeit aber noch für begrenzt. Vorsorglich setzt er sich dennoch für eine globale Regulierung ein. Hier mehr.

Nicht alle Notenbanker teilen übrigens Weidmanns Position, Vorgänger Axel Weber zum Beispiel empfahl Zentralbanken in einem Financial-Times-Interview vom November ausdrücklich, eigene digitale Versionen ihres Gelds zu schaffen.

Hier unser Artikel dazu: "Ist das die Zukunft? "Notenbanken sollten Digitalwährungen schaffen"

09:40 Uhr
Sir James Dyson
Sir James Dyson(Foto: dpa)

Staubsauger-Dyson tüftelt an drei Elektroautos

Die Elektromobilitätsbranche bekommt möglicherweise bald ernstzunehmende Konkurrenz: Laut Zeitungsbericht hat der britische Hausgeräte-Spezialist Dyson bereits Pläne für drei Elektroauto-Modelle in der Schublade.

Das erste Modell, das nur einige tausend Mal gebaut werden soll, sei vor allem dazu gedacht, die Zuliefererkette aufzubauen und den Markt zu erkunden, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf Insider.

Die beiden späteren Modelle soll es dann in erheblich größeren Stückzahlen geben. In ihnen wolle Dyson dann auch auf die hauseigene Feststoff-Batterietechnik setzen. Solche Batterien sollen mehr Energie speichern können als die heute verbreiteten Lithium-Ionen-Akkuzellen.

Chart

Auch Autohersteller und Zulieferer forschen an solchen Feststoffbatterien. Toyota will sie bis 2025 in den Fahrzeugen haben. Das erste Dyson-Modell soll noch mit Lithium-Ionen-Batterien laufen, heißt es in dem Artikel. Das erste Dyson-Auto soll laut Dyson 2020 oder 2021 auf dem Markt kommen.

Die vor allem für ihre Staubsauger bekannte Firma investiert nach bisherigen Angaben eine Milliarde Pfund (aktuell 1,12 Mrd Euro) in Batterieentwicklung und eine weitere Milliarde in Fahrzeugproduktion.

09:17 Uhr
(Foto: dpa)

Dax startet schwungvoll - Blick Richtung USA

Wie erwartet kehren die Anleger ermuntert von Kursgewinnen an der Wall Street auch wieder an den deutschen Aktienmarkt zurück.

Chart

Der Dax legt am Morgen 0,7  Prozent auf 12.282 Punkte zu. Das Hauptaugenmerk der Börsianer richtete sich allerdings auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am Nachmittag (MEZ).

"Übertreffen die Zahlen die Erwartungen, würde dies erneut Zinsängste auslösen", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Die Aktienmärkte dürften dann erneut unter Druck kommen. "Entsprechen die Zahlen aber den Prognosen oder liegen sie darunter, dürfte die Reaktion auf dem Börsenparkett klar positiv ausfallen."

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählt am Morgen Bilfinger mit einem Kursplus von 3,9 Prozent. Der kriselnder Ingenieursdienstleister peilt dank eines anziehenden Auftragseingangs für 2018 einen operativen Gewinn an.

Die Aktien von Thyssenkrupp geben dagegen trotz eines Gewinnsprungs um 0,4 Prozent nach. Abgesehen vom operativen Ergebnis seien die Zahlen hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sagte ein Börsianer. "Alles in allem eine ernüchternde Quartalsbilanz."

07:50 Uhr
Börsen-Ampel auf Rot: Der Dax am Dienstag.
Börsen-Ampel auf Rot: Der Dax am Dienstag.(Foto: REUTERS)

Dax setzt erneut zur Erholung an

Die Zeichen stehen auf Stabilisierung: Am deutschen Aktienmarkt stellen sich Beobachter zur Wochenmitte auf einen freundlichen Auftakt ein.

  • Der Leitindex Dax wird auf Teleboerse.de zur Eröffnung bei 12.280,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,7 Prozent entspricht.
  • Damit könnte der Dax seine Vortagesverluste ausgleichen: Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer 0,7 Prozent schwächer bei 12.196,50 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Marktbeherrschende Themen liefern am Morgen die einlaufenden Quartalszahlen von Thyssenkrupp und die anstehenden Konjunkturdaten zur Wirtschaftsleistung (BIP) sowie zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland.

Wie der Börsen-Tag am Dienstag lief, können Sie hier nachlesen.

07:44 Uhr
Längster Aufschwung seit 28 Jahren: Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda.
Längster Aufschwung seit 28 Jahren: Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda.(Foto: REUTERS)

Japan-Anleger fürchten neue Yen-Stärke

Der neue Höhenflug der Landeswährung wächst sich zunehmend zum Belastungsfaktor für den japanischen Aktienhandel aus.

  • Im fernöstlichen Devisenhandel sank der Kurs des US-Dollar im Tagestief bis auf 106,84 Yen nach Wechselkursen um 107,82 am Vorabend. Im späten Geschäft (Ortszeit Tokio) erholte sich der Greenback auf 107,24 Yen etwas, und schob damit auch die japanischen Aktienkurse wieder etwas nach oben.
  • "Die eher vorsichtige Risikoneigung und die hohe Volatilität bei Aktien dürfte Yen-Käufe wegen seines Rufes als sicherer Hafen begünstigen", sagt Marktstratege Heng Koon How von der United Overseas Bank in Singapur.
  • Seiner Einschätzung nach dürfte der Yen bis zum Ende der Amtszeit einiger Vertreter der japanischen Notenbank in den nächsten zwei Monaten weiter zur Stärke neigen.
  • Andere Marktteilnehmer spekulierten über die Ernennung von möglicherweise falkenhaft gestimmten Neumitgliedern der Bank of Japan an der Seite von Notenbankpräsident Haruhiko Kuroda, der eine weitere Amtszeit an der Spitze der Zentralbank antritt.

Schwache Konjunkturdaten überschatteten den Devisenhandel zusätzlich: Das japanische BIP-Wachstum verlangsamte sich im vierten Quartal und verfehlte die Markterwartungen. Auf den ersten Blick sprächen die Daten nicht für eine Straffung der Geldpolitik, hieß es aus dem Handel. Als Erklärung für die neue Yen-Stärke taugen sie demnach nicht. Andererseits wachse die japanische Volkswirtschaft seit acht Quartalen. Damit verbucht Japan die längste Wachstumsphase seit 28 Jahren.

07:35 Uhr
Nikkei im Minus: Deviseneffekte bewegen den japanischen Aktienmarkt.
Nikkei im Minus: Deviseneffekte bewegen den japanischen Aktienmarkt.(Foto: AP)

Nikkei kämpft mit Yen-Ausschlägen

Im fernöstlichen Aktienhandel zeichnet sich Mitte der Woche kein einheitlicher Trend ab. Händler sprechen von einer Abkoppelung von den internationalen Vorgaben und einer Rückbesinnung auf lokale Themen.

  • In Tokio verliert der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 21.152 Punkte. Händler sprechen von einem hochvolatilen Handelstag: Im Verlauf habe der auf ein 15-Monatshoch gestiegenen Yen den japanischen Leitindex zeitweise heftig ins Minus gedrückt.
  • "Der Handel im Gleichschritt mit den internationalen Märkten scheint beendet", meinte ein Händler. Zudem dünne der Handel vor den anstehenden Feiertagen wegen des Mondneujahrfestes ab Donnerstag in China und Südkorea immer weiter aus.
  • In Schanghai steigt der Shanghai-Composite um 0,3 Prozent auf 3196 Zähler. Der HSI in Hongkong zieht um 1,3 Prozent an.
07:03 Uhr
Gegenwind für Deutschlands Exporteure: Ein starker Euro kann mittelfristig konjunkturdämpfend wirken.
Gegenwind für Deutschlands Exporteure: Ein starker Euro kann mittelfristig konjunkturdämpfend wirken.(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Euro nähert sich der Marke von 1,24 Dollar

Am Devisenmarkt setzt sich die Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage fort: Der Euro gewinnt am frühen Morgen weiter an Stärke.

  • Der Kurs des Euro notiert zum Übergang in den europäisch geprägten Handel 0,2 Prozent fester bei 1,2378 Dollar.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Vortag einen Referenzkurs von 1,2333 Dollar errechnet.
  • Mitte der Woche stehen gewichtigere Konjunkturdaten an: Aus Deutschland werden unter anderem die endgültige Berechnung der Verbraucherpreise im Januar und eine erste Schätzung zur Wirtschaftsleistung (BIP) erwartet.
06:00 Uhr