Montag, 12. Februar 2018: Der Börsen-Tag

17:50 Uhr

Dax geht auf Erholungskurs

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Nach heftigen Kurseinbrüchen in der vergangenen Woche ist die Hoffnung an die Frankfurter Aktienmarkt zurückgekehrt. Der Dax legt kräftig um rund 1,5 Prozent zu und schließt bei 12.282,77 Punkten. Der MDax geht mit einem Plus von gut 0,7 Prozent bei 25.211,38 Zählern aus dem Handel. Der TecDax beendet den Handelstag 1,5 Prozent stärker auf 2478,00 Stellen.

Die Vorwoche hatte der Dax noch mit herben Kursabschlägen beendet. Hintergrund ist die Sorge vieler Anleger vor einem schneller als gedachten Zinsanstieg in den USA - das würde Aktien gegenüber Anleihen weniger attraktiv machen. Doch zu Wochenbeginn hilft die Wall Street dem Dax wieder auf die Beine. In New York erholen sich die Kurse auch am Montag weiter, nachdem sie schon nach einem weiteren Ausverkauf am Freitag nach oben gedreht hatten.

Die Papiere von Südzucker rutschten mit einem Minus von rund 2,6 Prozent gegen den Trend ab und waren zwischenzeitlich so günstig wie zuletzt im April 2016. Sie litten darunter, dass der Zuckerproduzent nach dem Auslaufen der EU-Zuckermarktverordnung im Herbst 2017 erst einmal mit schweren Zeiten rechnet.

17:31 Uhr

EU-Finanzaufseher warnen vor Bitcoin

(Foto: REUTERS)

Der Gegenwind für Digitalwährungen wie Bitcoin nimmt zu. Die führenden Finanzaufseher der Europäischen Union (EU) warnen eindringlich vor Gefahren des Cyber-Gelds. Man sei besorgt, dass immer mehr Konsumenten virtuelle Währungen kauften, ohne sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu sein, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der EU-Wertpapieraufsicht (ESMA), EU-Bankenaufsicht (EBA) und EU-Versicherungsaufsicht (EIOPA).

"Virtuelle Währungen wie der Bitcoin unterliegen extremen Preisschwankungen und zeigen klare Anzeichen von Blasenbildungen." Wer in Kryptowährungen investiere, müsse sich im Klaren darüber sein, dass er einen großen Teil, wenn nicht gar die gesamte Summe verlieren könnte. Im Falle von Diebstählen durch Hacker oder der Pleite einer Krypto-Börse gebe es keinerlei Anlegerschutz nach EU-Recht.

Thailand hat Banken und Finanzinstitutionen den Handel mit Digitalwährungen am Montag sogar komplett verboten. Den Bitcoin-Kurs lassen die Warnungen kalt: Laut coinmarketcap.com kostet die Digitalwährung zurzeit im Schnitt rund 8735 Dollar.

16:27 Uhr
15:49 Uhr

Wall-Street-Anleger beruhigen sich weiter

(Foto: picture alliance / Richard Drew/)

Nach der Achterbahnfahrt am Freitag geht es an der New Yorker Wall Street zum Beginn der neuen Woche wieder aufwärts. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte startet mit einem Plus von 1,4 Prozent in den Handelstag. Der breiter gefasste S&P-500 klettert 1,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt 1,3 Prozent zu.

Eine entscheidende Rolle für das weitere Börsengeschehen werden wohl die US-Verbraucherpreise spielen, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Sollten sie stärker steigen als erwartet, könnte das eine neue Panikattacke an den Märkten einläuten. Werden die Schätzungen dagegen nicht übertroffen oder gar unterschritten, ist ein starker Aufwärtsschub möglich. Die Angst vor steigenden Zinsen an den Börsen dürfte dann erst einmal abflauen.

Die globalen Finanzmärkte waren in den vergangenen zwei Wochen in heftige Turbulenzen geraten, weil sich in den USA ein höherer Preis- und Lohndruck abzeichnet, der die Notenbank zu einem schnelleren Ausstieg aus der immer noch sehr lockeren Geldpolitik zwingen könnte. An den Märkten herrscht sogar die Befürchtung, dass die US-Notenbank auf Inflationsbekämpfung mittels höherer Zinsen umschalten muss.

14:56 Uhr

Kehren Investoren nach Russland zurück?

(Foto: picture alliance / Grigory Dukor)

Wladimir Putin kann sich freuen: Die Ratingagentur Moody's steht kurz davor, Russlands Rating wieder auf "Investment-Grade"-Niveau anzuheben und dem Land damit wieder gute bis sehr gute Bonität zu bescheinigen. Russland hatte seine Kreditwürdigkeit vor drei Jahren im Zuge der westlichen Sanktionen nach dem Einmarsch russischer Truppen auf der Krim eingebüßt.

Der Schritt würde russische Staatsanleihen deutlich rehabilitieren und für Anleger wieder attraktiver machen. "Konjunktur und Staatsfinanzen sind in einem guten Zustand", sagt Analystin Kristin Lindow von der Ratingagentur Moody's. Ihr Haus dürfte ebenso wie Konkurrent S&P die Bonitätsbewertung russischer Staatsanleihen in diesem Jahr um eine Note anheben und damit wieder als gute Anlage bewerten.

Bislang ratet Moody's Russlands Anleihen mit Ba1 - eine Stufe unter Investment Grade - und bescheinigt ihnen damit "spekulative Züge" und "erhebliches Kreditausfallrisiko". Die wirtschaftlichen Daten sprechen für eine bessere Bonitätsnote - trotz der bestehenden westlichen Sanktionen, die nach der Annexion der Krim eingeführt wurden. Die russische Staatsverschuldung macht gerade einmal 16 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Zudem hat Russland enorme Devisenreserven von fast einer halben Billion Dollar angehäuft und die Wirtschaft wächst dank wieder steigender Preise für Öl und Gas wieder.

13:15 Uhr

Kongo-Franc schmälert Heinekens Bierabsatz

(Foto: REUTERS)

Heineken hat seinen Umsatz und Gewinn 2017 gesteigert. In das laufende Jahre blickt der niederländische Konzern indes vorsichtig: Die wirtschaftlichen Bedingungen dürften volatil bleiben, warnte der zweitgrößte Bierbrauer der Welt.

Der Nettogewinn stieg auf 1,94 Milliarden von 1,54 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs insgesamt um rund fünf Prozent auf 21,9 Milliarden Euro und kletterte in allen Regionen der Welt.

Währungseffekte verhagelten Heineken allerdings in Afrika die Bilanz: Wegen dem schwachen kongolesischen Franc und dem fallenden nigerianischen Naira gingen Heineken Umsätze von über 500 Millionen Euro verloren. Trotz der schwächelnden Wirtschaft in Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo zogen die Verkäufe in den Schwellenländern um gut zehn Prozent an.

12:37 Uhr

Deutsche Bank sucht Studenten statt Boni-Banker

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Beim größten deutschen Geldhaus läuft es schon lange nicht mehr rund: ramponiertes Image, Milliardenverluste und ein Aktienkurs im Sinkflug. Besonders der Aktienhandel schwächelt. Um die Abteilung wiederzubeleben hat die Deutsche Bank im November den Goldman-Sachs-Veteranen Peter Selman eingestellt. Der will beim geplanten Turnaround nicht teure Star-Trader von anderen Banken abwerben, sondern auf junge Talente von Universitäten setzen.

"Wir stellen ein", sagte Selman der Nachrichtenagentur "Bloomberg". "Aber wir werden uns stark auf Absolventen konzentrieren. Ich glaube nicht, dass der Weg in die Zukunft über eine Menge teurer Seiteneinsteiger von der Konkurrenz führt." Trotz der schlechtesten Kurs-Performance aller europäischen Banken bleibt Selman optimistisch: "Ich glaube 2018 wird viel besser als 2017."

Selmans Strategie könnte der Deutschen Bank helfen ihre Kosten zu senken und ihr Image aufzubessern. Kürzlich war das Geldhaus in die Kritik geraten, weil es trotz einem Minus von einer halben Milliarde Euro im Geschäftsjahr 2017 mehr als eine Milliarde Euro Boni an seine Investmentbanker ausbezahlt hat.

11:42 Uhr

Bekommt Bayer grünes Licht für Monsanto-Deal?

(Foto: picture alliance / Jannis Mattar)

Eigentlich wollte Bayer die Übernahme von Monsanto schon längst abgeschlossen haben: Für mehr als 60 Milliarden Dollar will der Leverkusener Chemieriese den Konzern, der das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat herstellt, kaufen und so zum führenden Saatguthersteller der Welt aufsteigen. Doch mehr als zwei Dutzend Kartellwächter in verschiedenen Ländern müssen den geplanten Mega-Deal noch abnicken. Nun kommt womöglich Bewegung in den Prozess.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat in einem Bericht der "Rheinischen Post" grünes Licht für die Übernahme in Aussicht gestellt. "Es ist nicht unser Ziel, Fusionen zu verhindern, sondern sie so zu gestalten, dass der Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher erhalten bleibt", sagte Vestager. Die Anleger freuen sich und bescheren der Bayer-Aktie zeitweise ein Plus von fast 2,0 Prozent.

Um die EU-Kommission zu überzeugen hatte Bayer bereits angekündigt einen Teil seines Agrargeschäfts an BASF zu verkaufen. Die Wettbewerbshüter wollen nun bis zum 5. April über die Monsanto-Übernahme entscheiden, nachdem sie die Prüffrist schon mehrfach verlängert hatten.

10:45 Uhr

Ergo will 2018 auf Aktien setzen

Der Versicherer Ergo rechnet an den Aktienmärkten mit steigenden Kursen in diesem Jahr. Die Erstversicherungstochter der Munich Re will deshalb die Aktienquote in ihrem Anlageportfolio erhöhen, sagte Ergo-Vorstand Andree Moschner dem "Handelsblatt". Insgesamt geht es um eine Summe von 6 Milliarden Euro, die in Aktien insgesamt investiert werden sollen.

Die jüngsten Konjunkturzahlen hätten das Bild eines synchronisierten globalen Aufschwungs bestätigt. "Dynamisches Nominalwachstum und steigende Unternehmensgewinne lassen in diesem Szenario Spielraum für steigende Kurse bei Aktien", sagt Moschner. "Sie bleiben von daher unter mittelfristigen Aspekten attraktiv."

10:03 Uhr

Deutsche Aktien trotzen der US-Zinsangst

Die Erholung am deutschen Aktienmarkt weitet sich aus. Inzwischen hat der Dax um gut 2,0 Prozent zugelegt. Auch der MDax zeigt mit einem Plus von fast 1,3 Prozent den Bären am Markt die kalte Schulter. Auch der TecDax steigt um fast 2,0 Prozent. Von der Angst der Anleger vor steigenden Zinsen in den USA, die in der vergangenen Woche noch heftigen Kursverlusten geführt hatte, ist bislang am Rosenmontag nichts mehr zu spüren.

"Die Stimmung hat sich über das Wochenende wieder etwas aufgehellt", sagte Aktienmarktspezialist Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Vorsicht ist jedoch weiterhin geboten: Analysten rechnen nicht mit einem anhaltenden Aufwärtstrend. "Auch wenn die Chance für eine Fortsetzung der Erholung vorhanden ist, spielt die Angst vor steigenden Zinsen weiterhin eine zentrale Rolle", sagte Volkswirt Christian Schmidt von der Landesbank Helaba.

09:18 Uhr

Dax startet mit Volldampf in die Woche

Nach den kräftigen Rücksetzern an den Börsen in der vergangenen Woche trauen sich die Anleger am Rosenmontag wieder an die Aktienmärkte zurück. Der Dax beginnt den Handel rund 1,4 Prozent stärker und steigt auf rund 12.277 Punkte. Der MDax gewinnt rund 0,7 Prozent auf 25.202 Stellen. Der TecDax klettert um gut 1,4 Prozent auf 2.475 Zähler.

In der vergangenen Woche hatten Kurseinbrüche an der Wall Street Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Der Dax hatte seinen größten Wochenverlust seit dem China-Crash vor zwei Jahren verzeichnet und am Freitag 1,3 Prozent tiefer bei 12.107,48 Punkten geschlossen. Die US-Märkte hatten am Freitag aufgeholt und nach einer Achterbahnfahrt im Plus geschlossen. Der Dow Jones beendete die Sitzung 1,4 Prozent höher bei 24.190 Punkten. Der breiter gefasste S&P500 stieg um 1,5 Prozent auf 2619 Zähler und die Technologiebörse Nasdaq gewann 1,4 Prozent auf 6868 Zähler.

Auf Wochensicht hatten die drei Indizes jeweils mehr als fünf Prozent verloren. Anleger sorgten sich vor steigenden Zinsen und warfen deshalb Aktien aus den Depots. Analysten erwarten weiterhin stärkere Schwankungen an den Börsen. Größere Konjunkturtermine stehen am Montag nicht auf der Agenda. Der Handel dürfte daher weitgehend von der Reaktion der Anleger auf die Kursverluste der vergangenen Woche geprägt werden.

07:28 Uhr

Dax steuert sehr starken Wochenauftakt an

Die Kursangst lässt nach, das Geld der Anleger flutet zurück in den Handel: Am deutschen Aktienmarkt rechnen Beobachter mit einem ungewöhnlich starken Wochenauftakt.

  • Der Leitindex Dax wird auf Teleboerse.de zum Xetra-Start bei 12.312,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 1,7 Prozent entspricht.
  • Der Dax könnte damit zur Eröffnung des regulären Handels auf einen Schlag gut 200 Zähler in die Höhe springen - und zugleich wieder die Schwelle von 12.300 Punkten überwinden.
  • Vor dem Wochenende war das Frankfurter Kursbarometer 1,2 Prozent schwächer bei 12.107,48 Zählern aus dem Handel gegangen.
07:08 Uhr
(Foto: REUTERS)

Europa-Börsen im Plus erwartet

Die Börsen in Europa dürften zu Wochenbeginn deutlich im Plus starten. Nach einer erneut sehr volatilen Sitzung an der Wall Street und der Erholung im späten Geschäft hätten auch Anleger an den europäischen Märkten eine Chance auf steigende Kurse, heißt es aus Frankfurt am Main.

  • Der Aktienhandel dürfte dabei im Tagesverlauf erneut sehr volatil verlaufen, meinte ein Marktbeobachter. Die Frage bleibe, ob steigende Kurse schnell wieder dazu benutzt werden, um das Risiko zu minimieren, also ob Verkäufer an den Markt kommen.
  • Positiv zu werten sei, so ein Börsenkommentator, dass die Verkaufswelle bei den Anleihen global zunächst ihren Höhepunkt gesehen hat und die Renditen nicht mehr steigen. Die Stabilisierung bei den Anleihen dürfte auch zu einer Beruhigung am Aktienmarkt führen.
  • Der Eurostoxx50 wird mehr als 1,0 Prozent im Plus erwartet. Die Berichtssaison legt zum Wochenstart einen kleine Pause ein, Impulse von dieser Seite bleiben damit aus.
06:56 Uhr
Leichtes Plus nach dem Kursrutsch: Blick auf die Skyline von Hongkong.
Leichtes Plus nach dem Kursrutsch: Blick auf die Skyline von Hongkong.(Foto: REUTERS)

Asien-Börsen ziehen an, kein Handel in Japan

Der Kursrutsch der vergangenen Woche ist überstanden: An den Aktienmärkte in Asien verzeichnen Börsianer zu Wochenbeginn wieder überwiegend Gewinne.

  • Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans notiert gegen Mittag (Ortszeit Hongkong) 0,8 Prozent im Plus. Das überregionale Kursbarometer hatte vergangene Woche 7,3 Prozent eingebüßt.
  • Die Börsen in Tokio bleiben zu Wochenbeginn wegen des Feiertags zum "Tag der Staatsgründung" geschlossen.

Mit Spannung erwarten Anleger die Daten zur US-Inflation, die für Mittwoch anstehen. Spekulationen auf eine höhere Teuerungsrate und stärkere Zinsanhebungen gelten als Auslöser der jüngsten Kursverluste an den Aktienmärkten.

06:17 Uhr
Leichte Aufwärtsbewegung im frühen Montagshandel: Der Euro hängt weiter unter der Marke bei 1,23 Dollar.
Leichte Aufwärtsbewegung im frühen Montagshandel: Der Euro hängt weiter unter der Marke bei 1,23 Dollar.(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Euro steigt in die neue Woche

Im Devisenhandel geht es zu Beginn der neuen Woche nach oben: Der Euro gewinnt in der Nacht auf Montag im asiatisch geprägten Handel leicht an Stärke.

  • Der Kurs des Euro liegt am frühen Morgen 0,21 Prozent über dem Niveau von Ende vergangener Woche bei 1,2279 Dollar. Im fernöstlichen Marktgeschehen stieg die Gemeinschaftswährung in der Spitze bis auf 1,2297 Dollar.
  • Zur japanischen Landeswährung notiert die US-Währung bei 108,62 Yen.
  • Der Schweizer Franken wird mit 0,9380 Franken je Dollar und 1,1515 Franken je Euro gehandelt.
06:00 Uhr