Wirtschaft
Die Sanktionsspirale dreht sich immer schneller.
Die Sanktionsspirale dreht sich immer schneller.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 09. August 2018

Der Börsen-Tag: Devisenmarkt im Sanktionsstress: Rubel verliert an Boden

Die US-Sanktionen machen den Devisenmarkt mittlerweile regelrecht wuschig. Der Dollar, der am frühen Mittwoch noch 63,45 Rubel kostete, legt heute Morgen noch weiter zu auf zuletzt 65,82.

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Analysten sehen darin einen Hinweis, wie nervös der Devisenmarkt bezüglich des Themas Sanktionen ist. Bislang ist lediglich ein Senatsentwurf für weitere Sanktionen gegen Russland an die Öffentlichkeit gelangt. Dass es nur ein Entwurf ist, spiele aber keine Rolle, sagt Analyst Lutz Karpowitz.

Irrational sei das Verhalten des Marktes dennoch nicht. Denn sollten die Sanktionen tatsächlich zum Tragen kommen, wäre russischen Banken wohl der Zugang zu den internationalen Märkten extrem erschwert.

Auch europäische Banken könnten dann kein Geschäft mehr mit ihren russischen Partnern machen, ohne ihrerseits Sanktionen aus den USA befürchten zu müssen. Ein so erhebliches Risiko habe der Markt eingepreist, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario ziemlich gering sei, so Karpowitz.

Die Stimmung gegen Rubel dürfte derweil durch die Sanktions-Ankündigung aufgrund eines Giftgasanschlags auf einen russischen Doppelagenten vorerst zumindest nicht umschwingen.

Quelle: n-tv.de