Wirtschaft
Freitag, 10. August 2018

Der Börsen-Tag: EZB akzeptiert künftig keine griechischen Anleihen mehr

Die Griechenland-Krise scheint Lichtjahre entfernt, trotzdem ist das Kapitel nicht geschlossen. Das letzte Hilfsprogramm von Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU läuft im August aus. Danach muss das Land auf ein paar entscheidende Annehmlichkeiten verzichten.

Ab August will Griechenland finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen.
Ab August will Griechenland finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen.(Foto: picture alliance / ORESTIS PANAG)

Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt klar, dass sie griechische Staatsanleihen oder vom Staat garantierte Anleihen ab dem 21. August 2018 nicht mehr als Sicherheit akzeptieren wird, weil die Kreditwürdigkeit des Landes ohne Hilfsprogramm nicht mehr gewährleistet ist.

Eine negative Nebenwirkung, deren konkretes Ausmaß zumindest derzeit aber begrenzt ist.

Laut EZB gelten für griechische Staatspapiere künftig wieder die gleichen Bonitätsanforderungen wie für alle anderen Euro-Länder. Das heißt, dass ein Land wenigstens von einer der vier relevanten Ratingagenturen ein Rating von BBB- haben muss. Derzeit wird Griechenland aber höchstens mit B+ bewertet.

Von einer aus EZB-Sicht ausreichenden Kreditwürdigkeit ist das hoch verschuldete Land damit noch vier Stufen entfernt. Die Wirtschaftsdaten sehen erst einmal gut aus, das Land ist auf bescheidenem Wachstumskurs.

Quelle: n-tv.de