Wirtschaft
Freitag, 10. November 2017

Der Börsen-Tag: "Farming" statt "mining": Stromsparendes Cybergeld

Der Bitcoin hat ein riesiges Problem: Die Cyber-Technik ist ein absoluter Stromfresser und damit alles andere als nachhaltig. Mit den Energiekosten aller Bitcoin-Transaktionen könnte man einen ganzen Tag lang 173.000 US-Haushalte mit Strom versorgen, hat die Internet-Plattform Motherboard berechnet.

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Ist das sinnvoll? Aus ökologischer Sicht nein. Bitcoin verbraucht momentan viel zu viel Strom! Dummerweise erfüllt der immense Stromverbrauch aber einen wichtigen Zweck: Er schützt Bitcoin vor Angriffen von Betrügern und vor Spekulation, indem der Preis für den Computerstrom, der nötig wäre, um die Kontrolle über alle Transaktionen des Netzwerks zu gewinnen, künstlich nach oben getrieben wird.

Schwierig, schwierig in Zeiten, in denen der Klimawandel zu einem immer dringlicheren Thema der Menschheit wird. Möglicherweise gibt es hierfür jedoch bald eine Lösung: Laut Internationale Business Times könnte es schon 2018 eine umweltfreundliche Kryptowährung geben. Erfahrene Entwickler der Bitcoin-Community seien dran, heißt es. Das neue Start-up in San Francisco, Chia Network, will im kommenden Jahr den nachhaltigen Chia-Token auf den Markt bringen.

"Wir nennen es Landwirtschaft ("farming") statt Bergbau ("mining"), weil es grüner ist", sagt Chia Network-Mitbegründer Bram Cohen. Farming erfordert keine ASICS-Hardware. Es reicht ein normaler Laptop.

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Quelle: n-tv.de