Wirtschaft
Freitag, 10. November 2017

Der Börsen-Tag: US-Steuerreform stockt: Hängepartie bei Dax und Dow

Die deutsche Börse folgt den negativen Vorgaben der Wall Street gen Süden. Die Stimmung wird belastet von der nachlassenden Hoffnung der Anleger auf eine baldige Steuerreform in den USA. Die Republikaner im US-Senat wollen die Senkung der Unternehmenssteuer bis 2019 hinauszögern, da sie eine deutliche Ausweitung des Staatsdefizits durch die Steuersenkung erwarten.

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Die Steuerpläne der Republikaner im Repräsentantenhaus könnten das US-Defizit um 300 Milliarden Dollar stärker ausweiten als bislang vermutet. Senat und Repräsentantenhaus müssen sich auf eine Version des Gesetzentwurfs einigen, die US-Präsident Donald Trump dann zur Unterschrift vorgelegt wird.

Der Dax verliert am letzten Handelstag der Woche 0,5 Prozent auf 13.127 Punkte. Der MDax büßt 0,3 Prozent auf 26.494 Zählern. Allein der TecDax schafft ein Plus von 1,3 Prozent auf 2491 Punkte.

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Allianz gehen nach Geschäftszahlen 0,2 Prozent leichter aus dem Handel. "Die Zahlen beinhalten keine negative Überraschung", sagte ein Händler. Der operative Gewinn liege mit 2,48 Milliarden Euro leicht oberhalb der Erwartung. Dabei habe das Schaden-Unfall-Geschäft wie erwartet unter der Hurrikansaison wie dem Erdbeben in Mexiko gelitten. Positiv sei, dass der Versicherer ein 2 Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt habe. Die Analysten von RBC Capital werteten dies als sehr positives Zeichen der Kapitalstärke.

Auch in der Wall Street sorgen zunehmende Zweifel an der US-Steuerreform für nachgebende Kurse. Dow und der S&P 500 notieren beide zuletzt 0,1 Prozent niedriger bei 23.420 bzw. 2580 Punkten.

Quelle: n-tv.de