Wirtschaft
Die Danske Bank rechnet bei einer weiteren Lira-Schwäche mit einer Notfallzinserhöhung.
Die Danske Bank rechnet bei einer weiteren Lira-Schwäche mit einer Notfallzinserhöhung.(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 09. August 2018

Der Börsen-Tag: US-Türkei-Gespräche stecken fest: Lira fällt weiter

Im Streit zwischen den Nato-Verbündeten USA und Türkei gibt es auch nach Gesprächen hochrangiger Regierungsdelegationen in Washington keinen Durchbruch.

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Eine Sprecherin des US-Außenministeriums erklärte nach dem Treffen am Mittwoch mit Blick auf die Kernforderung der US-Regierung nach Freilassung des in der Türkei festgehaltenen US-Geistlichen Andrew Brunson: "Soweit sind wir noch nicht."

Zu weiteren Streitthemen etwa in der Frage der Iran-Sanktionen sagte die Sprecherin lediglich, die Gespräche würden fortgesetzt. Die vom erst kürzlich ernannten Außen-Staatssekretär Sedat Önal angeführte türkische Delegation äußerte sich nicht. Auch aus weiteren Gesprächen beider Seiten im US-Handelsministerium wurden keine Fortschritte gemeldet.

US-Diplomaten nannten es unwahrscheinlich, dass es eine umfassende Einigung in zentralen Streitpunkten geben werde, bevor die türkische Seite nicht der Freilassung Brunsons zustimme.

Die Türkei fordert unter anderem die Auslieferung des Predigers Fetullah Gülen. Zudem will sie eine milde Strafe der US-Finanzbehörden gegen die türkische Halkbank sowie die Freilassung eines der Bank-Manager erreichen. Die US-Behörden werfen dem Institut illegale Praktiken vor. Die Halkbank weist die Vorwürfe zurück.

Devisen-Investoren sorgen sich vor einer weiteren Zuspitzung im Streit zwischen der Türkei und den USA. Die türkische Lira schwächte sich am Morgen erneut ab: Ein Dollar kostet mit 5,35 Lira inzwischen gut ein Prozent mehr.

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Quelle: n-tv.de