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Vielversprechende Jungfirmen Sechs Start-ups - groß ohne Investor

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Es muss nicht immer einen Risikokapitalgeber sein.

imago/Mint Images

Viele Start-ups setzen auf Risikokapital, um schnell zu wachsen. Ohne millionenschwere Zuwendungen von Investoren würde es deutsche Online-Dickschiffe wie Zalando nicht geben. Es gibt aber auch andere Wege ans Ziel. Bootstrapping umschreibt den Weg, aus eigenen Mitteln zu wachsen. Man gibt also nur das Geld aus, was man bereits verdient hat. Auch solche können richtig groß werden. Hier 6 Start-ups, die mit wenig Geld richtig viel erreicht haben.

Mydealz

Vor bereits neun Jahren ging Mydealz an den Start. Mit nunmehr 22,5 Millionen Visits pro Monat ist die Deal-Plattform ein echtes Dickschiff im deutschen Netz. Mydealz-Macher Spielberger baute sein Unternehmen ohne einen einzigen Euro Fremdkapital auf. Heute beschäftigt er in der Berliner Zentrale 50 Mitarbeiter und ist zudem auch als Investor aktiv. Neun Jahre nach dem Start ist Mydealz unter dem Unternehmensnamen Pepper.com zudem in elf Ländern unterwegs – etwa in Frankreich, Indien, Großbritannien und Mexiko. Weltweit arbeiten 160 Mitarbeiter für die Firmengruppe.

Momox

Das Berliner Re-Commerce-Unternehmen Momox erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von knapp 120 Millionen Euro. Über 1.000 Mitarbeiter arbeiten inzwischen für Momox. Das Unternehmen ging vor einer gefühlten Ewigkeit an den Start. Gründer Christian Wegner startete seinen Ankaufdienst 2003 aus der Arbeitslosigkeit heraus (Startkapital: 1.500 Euro). Momox bietet damit wohl eine der spannendsten Unternehmesgeschichten Deutschlands.

Smallpdf

Vor knapp drei Jahren hievten Mathis Büchi, Manuel Stofer und Lino Teuteberg Smallpdf ins Netz. Die Idee zur PDF-Plattform entstand während mehrjähriger Auslandsaufenthalte der Gründer. Aus dem Nebenprojekt des Trios wurde inzwischen ein profitables Geschäft. Und Smallpdf ist dabei ein wahrer Hidden Champion zu werden. Inzwischen kommt die Plattform nach eigenen Angaben pro Monat auf rund 8,5 Millionen Unique Users und rund 40 Millionen Page Impressions.

Sociomantic

Das Unternehmen Sociomantic war bis zur Übernahme (200 Millionen US-Dollar) durch den Tesco-Ableger Dunnhumby ein waschechter Hidden Champion. Der Online-Werbevermarkter, der von Thomas Nicolai, Lars Kirchhoff und Thomas Brandhoff gegründet wurde, ging 2009 an den Start. Beim Exit arbeiteten rund 160 Mitarbeiter für das Unternehmen. Das Sociomantic-Team baute sein Unternehmen dabei völlig ohne VC-Geld aus.

Traum-Ferienwohnungen

2001 starteten Nicolaj Armbrust und Sebastian Mastalka Traum-Ferienwohnungen, eine Plattform für Urlaubsunterkünfte. Für den Kauf der Domain investierte das Duo damals 3,24 Euro. “Und schon acht Wochen später haben wir mit unserer Idee das erste Geld verdient”, sagte Mastalka im vergangenen Jahr in einem Gründerszene-Interview. Die Bremer haben nach eigenen Angaben momentan 60.000 Ferienwohnungen im Programm – und beschäftigt 120 Mitarbeiter. Gerade verkaufte das Duo die Mehrheit des Unternehmens an die Leisure Group, die zu Springer gehört.

Urlaubsguru

Urlaubsguru ging im Sommer 2012 an den Start. Inzwischen gehören fast zwanzig weitere Blogs im In- und Ausland zum Unternehmen – darunter mein-haustier.de, Prinz Sportlich und Captain Kreuzfahrt sowie Urlaubsguru-Ableger in mehreren Ländern - etwa Frankreich, Spanien und Portugal. Mehrere Millionen Nutzer klicken die Plattformen pro Monat an. Somit ist die Urlaubsguru-Familie ein echtes Schwergewicht, das völlig ohne Venture Capital entstanden ist.

Weitere spannende junge Start-ups stellt deutsche-startups.de im Artikel "39 Startups, die Versicherungen das Wasser abgraben" vor.

Quelle: n-tv.de

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