Wissen

Abgase, Rauch, Lösungsmittel 17 Chemikalien, die Brustkrebs verursachen

Mammographie einer weiblichen Brust. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Mammographie einer weiblichen Brust.

(Foto: dpa)

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, auch Männer können daran sterben. Nun machen Forscher Chemikalien aus, die die Krankheit verursachen. Das Erschreckende: Sie kommen fast überall vor. Und doch kann man sie vermeiden.

Durch die Vermeidung einiger alltäglicher Chemikalien können Frauen ihr Brustkrebsrisiko verringern. In einer Fachzeitschrift listen Forscher 17 Chemikalien auf, die bei Versuchsratten Brustkrebs auslösten und auch bei Frauen entsprechend wirken könnten. Mit einfachen Mitteln ließen sich diese Chemikalien im Alltag gut vermeiden, schreiben die Forscher.

Potenziell gefährliche Chemikalien kommen demnach in Autoabgasen vor, in Tabakrauch oder verkohltem Essen, in Lösungs-, Abbeiz- und Feuerschutzmitteln, fleckenabweisenden Textilien sowie im Trinkwasser. Als Vorsichtsmaßnahme sollten sich Frauen deshalb so wenig wie möglich Autoabgasen aussetzen, elektrisch betriebene Rasenmäher benutzen, beim Kochen die Abzugshaube einschalten und Essen vom Grill einschränken.

Vorsicht beim Sofakauf

Beim Kauf von Sofas und Sesseln sollten sie laut der Studie darauf achten, dass diese keinen Polyurethanschaum enthalten und nicht mit Brennschutzmitteln behandelt wurden. Auf fleckenabweisende Teppiche oder Stoffe sollten sie ganz verzichten und eine Reinigung suchen, die kein Perchlorethylen oder andere Lösungsmittel benutzt. Zudem rät die Studie zum Kauf von Kohlefiltern für Trinkwasser und HEPA-Filtern für Staubsauger. Und schließlich: Zu Hause stets die Straßenschuhe auszuziehen.

Das Forscherteam um Ruthann Rudel vom "Silent Spring Institute" bezeichnete seine Studie als einen "Fahrplan für die Vermeidung von Brustkrebs". Nach Angaben der Co-Autorin Julia Brody ist es das erste Mal, dass eine Studie umfassend potenziell brustkrebserregende Chemikalien auflistet und Experten detaillierte Informationen gibt, wie diese sich im Blut und Urin von Frauen messen lassen.

"Unglücklicherweise wurde der Zusammenhang zwischen schädlichen Chemikalien und Brustkrebs lange Zeit ignoriert", erklärte Brody. Das Leben von vielen Frauen könnte gerettet werden, wenn sie diesen Chemikalien seltener ausgesetzt seien.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

Mehr zum Thema