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Hilfe für magersüchtige Mädchen Ambulante Therapie wirksamer

Angesichts der wachsenden Zahl magersüchtiger Mädchen soll eine neue, ambulante Therapie den jungen Patientinnen wirksamer helfen. "Nach einem stationären Klinikaufenthalt liegt die Rückfallquote bei bis zu 50 Prozent. Das wollen wir verbessern", sagte die Aachener Medizinerin Prof. Beate Herpertz-Dahlmann vor der vom Bundesgesundheitsministerium initiierten Tagung "Leben hat Gewicht" in Berlin.

Nach einer Studie des Robert Koch- Instituts von 2007 zeigt jeder fünfte Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren Symptome einer Essstörung, aus der sich Magersucht entwickeln kann; von den Mädchen sogar fast jedes dritte.

Gelerntes im Alltag umsetzen

Die Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Aachen setzt darauf, dass die jungen Patientinnen, die in insgesamt sechs Kliniken bundesweit an der Studie teilnehmen, jeden Nachmittag und auch am Wochenende nach Hause gehen. "Dort müssen sie das Erlernte direkt in ihrem Lebensumfeld umsetzen", erläuterte Herpertz-Dahlmann. Auch mit der Familie arbeiten die Fachleute eng zusammen.

Zwei Tage lang diskutieren Experten in Berlin über neue Ansätze zur Prävention und Behandlung von Essstörungen. Die Tagung ist Teil des nationalen Aktionsplans "In Form - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung".

Quelle: ntv.de