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"Polarstern" ist am Nordpol Arktis-Eis erreicht Rekordminimum

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Das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" auf einer Fahrt durch das arktische Eis zwischen Spitzbergen und Grönland.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Forschungsschiff "Polarstern" gelangt zum dritten Mal ohne Probleme zum Nordpol. Das Expeditionsteam will dort Veränderungen in der Arktis ermitteln. Erste Messungen bestätigen, dass in diesem Sommer so wenig Eis in der Arktis ist wie 2007, als die bislang geringste Meereisausdehnung gemessen wurde.

Der Forschungseisbrecher "Polarstern" hat den geografischen Nordpol erreicht - zum dritten Mal in seiner Geschichte. Das Schiff habe sich seinen Weg überwiegend durch sogenanntes erstjähriges Eis gebahnt, sagte eine Sprecherin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI). Das Eis war so dünn wie 2007, als Wissenschaftler die bislang geringste gemessene Meereisausdehnung in der Arktis feststellten.

Die Fahrt der "Polarstern" ist Teil einer internationalen Forschungsexpedition, bei der Veränderungen in der Arktis beschrieben werden sollen. Der Eisbrecher wird am 7. Oktober in Bremerhaven zurückerwartet. An Bord befinden sich 55 Wissenschaftler aus sechs Ländern und 43 Besatzungsmitglieder.

Eisbedeckung geht zurück

Erste Messungen von Bord der "Polarstern" stützen nach AWI-Angaben die bisher über Satellit gemachten Beobachtungen, dass in diesem Sommer so wenig Eis in der Arktis ist wie beim Rekordminimum 2007. Auch in diesem Jahr lag die häufigste gemessene Eisdicke bei 90 Zentimetern.

Seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen 1979 registrieren die Experten einen fortschreitenden Rückgang der Eisbedeckung im Arktischen Ozean, der in unregelmäßigen Schüben verläuft. Während der vorherigen "Polarstern"-Fahrt zum Nordpol im Jahr 2001 hatten die Wissenschaftler überwiegend Eisdicken von rund zwei Metern gemessen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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