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Spannungskopfschmerz Ausdauersport hilft

Rund 70 Prozent der Bundesbürger klagen hin und wieder über Spannungskopfschmerzen. Die wirksamste Vorsorge dagegen sei "sanfter Ausdauersport", sagte Gerhard Müller-Schwefe, Vorstandsmitglied der Deutschen Schmerzliga im hessischen Oberursel.

Dreimal pro Woche jeweils 30 Minuten lang zu radeln, zu schwimmen oder zu joggen wirke Muskelverspannungen entgegen, die als einer der Auslöser für die Schmerzen gelten, berichtet Müllerl-Schwefe anlässlich des Europäischen Kopfschmerztages am 12. September.

Diese äußern sich laut Müller-Schwefe im Gegensatz zur Migräne nicht pochend und in nur einer Kopfhälfte, sondern dumpf drückend und im ganzen Kopf. "Sind sie da, hilft es natürlich auch, wenn man an die frische Luft geht und sich bewegt." Auch frei verkäufliche Schmerzmittel seien bei gelegentlichem Spannungskopfweh in Ordnung. Sie dürfen aber nicht öfter als zehn Mal pro Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander eingenommen werden.

Bei 2 bis 3 Prozent der Deutschen sind die Spannungskopfschmerzen chronisch - das heißt, sie treten an mindestens 15 Tagen im Monat auf. Dann dürfen sie nicht mehr mit Schmerzmitteln behandelt werden, warnt Müller-Schwefe. Sonst besteht die Gefahr, dass die übermäßige Einnahme der Mittel selbst zu Kopfweh führt. In solchen Fällen habe sich eine vom Arzt angeordnete Kombinations-Therapie aus leichten Antidepressiva und Maßnahmen ohne Medikamente als am wirksamsten erwiesen. Zu diesen Maßnahmen zählt etwa die Progressive Muskelentspannung.

Quelle: ntv.de