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Drei Jahre nach dem "Jadehasen" China bereitet Start zum Mond vor

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Die Eroberung des Alls: Die letzte bemannte Mondmission liegt bald fünf Jahrzehnte zurück.

(Foto: REUTERS)

Der Mond bekommt Besuch aus Asien: Die chinesische Raumfahrtbehörde will in wenigen Monaten eine neue Mission auf die Reise schicken. "Chang'e-5" soll ein Landefahrzeug auf der Mondoberfläche absetzen - und Proben zurück nach Peking bringen.

Chinas Raumfahrtbehörde hat sich auf einen Starttermin für die nächste chinesische Mond-Mission festgelegt. Ende November soll eine Mond-Sonde auf den Erdtrabanten geschickt werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die Mission der Raumsonde "Chang'e-5" sieht vor, ein Landefahrzeug auf dem Mond abzusetzen, Proben zu sammeln und diese erstmals in der Geschichte der chinesischen Raumfahrt auch zurück auf die Erde zu bringen. China verfolgt seit Jahren ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm, in dem Flüge zum Erdtrabanten eine zentrale Rolle spielen.

Erstmals hatte China vor drei Jahren mit der Raumsonde "Chang'e-3" einen Rover auf die Mondoberfläche gebracht. Bei der Mission gab es jedoch mechanische Probleme, die dazu führten, dass der Kontakt zum "Jadehasen" zwischenzeitlich abriss. Das Gefährt war zweieinhalb Jahre im Einsatz und schickte hunderte Fotos zur Erde.

Chinesen auf der "dunklen Seite"

Die Flüge zum Mond sind Teil umfangreicher Bemühungen, in der Raumfahrt zu anderen führenden Staaten aufzuschließen. Die Volksrepublik hegt im Weltraum ambitionierte Pläne: Eine weitere Mond-Mission, bei der die Chinesen erstmals auch auf der "dunklen Seite" des Erdtrabanten landen wollen, ist für das Jahr 2018 geplant.

Eine Marsmission soll 2020 ein Landefahrzeug samt Rover auf dem roten Planeten absetzen. Zwei Jahre später soll die erste Raumstation Chinas fertiggestellt sein. Wenn die internationale Raumstation (ISS) wie geplant kurze Zeit später ihren Dienst einstellt, wäre China dann die einzige Nation mit einem permanenten Außenposten im All.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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