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Erfolgreicher Start neuer Rakete China schickt "Langer Marsch 7" ins All

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Langer Marsch 7 vor dem Start: Bis Sonntag soll die Rakete 13 Mal die Erde umkreisen.

(Foto: REUTERS)

Peking verfolgt seit Jahren ein ambitioniertes Raumfahrtprogramm, will bis 2020 eine eigene Weltraumstation ins All schicken. Auf dem Weg dorthin testen die Chinesen eine ganze Reihe neuer Systeme, darunter auch das neue Schwergewicht unter den Raketen.

China hat am Samstag erfolgreich eine neue Trägerrakete ins All geschickt. Die Rakete "Langer Marsch 7" startete von einem neuen Raumfahrtzentrum in Wenchang, einer Stadt in der südchinesischen Provinz Hainan, wie staatliche Medien berichteten. Die Trägerrakete soll 13 Mal die Erde umkreisen und am Sonntag in einer Wüste der Inneren Mongolei wieder landen.

Die zweistufige Trägerrakete soll die Hauptträgerrakete in Chinas Satellitenprogramm werden. Sie kann bis zu 13,5 Tonnen transportieren und damit anderthalbmal so viel wie alte Raketen.

"Je mehr unsere Raketen transportieren können, desto weiter können wir uns in den Weltraum vorwagen", sagte der Chefentwickler der Rakete, Ma Zhonghui. "Ein erfolgreicher Jungfernflug von 'Langer Marsch-7' wird Chinas Weltraumfähigkeiten außerordentlich fördern und dem Land starken Auftrieb bei seinem Aufstieg zur Raumfahrtnation geben", fügte er hinzu.

Für das 2014 fertig gestellte Raumfahrtzentrum in Wengchang war es der erste Raketenstart. Es ist das vierte in ganz China. Von dort soll noch in diesem Jahr die wichtigste chinesische Rakete, "Langer Marsch 5", ins All starten.

Peking verfolgt seit Jahren ein extrem ehrgeiziges Raumfahrtprogramm. Bis 2020 ist der Aufbau einer dauerhaften chinesischen Weltraumstation geplant. Für die Staatsführung ist das Raumfahrtprogramm ein Symbol für das wachsende internationale Gewicht des Landes und für die wissenschaftliche und technische Aufholjagd gegenüber dem Westen und Russland.

Quelle: n-tv.de, jve/AFP

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