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Viel weniger Klinikaufenthalte Corona-Pille beeindruckt in finaler Analyse

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Die Paxlovid-Tabletten werden unter anderem in Freiburg hergestellt.

(Foto: VIA REUTERS)

Ist man mit dem Coronavirus infiziert, hilft keine Impfung mehr. Doch eine Tablette des Pharmakonzerns Pfizer scheint vor Krankenhausaufenthalten und Todesfällen zu schützen. In der finalen Studie stirbt kein einziger Patient.

Der US-Pharmakonzern Pfizer sieht die hohe Wirksamkeit seiner Corona-Pille nach einer finalen Auswertung der klinischen Studie bestätigt. Demnach zeigte die Tablette eine Wirksamkeit von fast 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten, wie der Pharmakonzern mitteilt. Jüngste Labortests deuteten zudem darauf hin, dass das Medikament seine Wirksamkeit auch gegen die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus beibehält.

Pfizer hatte im November vorläufige Studienergebnisse veröffentlicht, wonach die Pille im Vergleich zu einem Placebo zu 89 Prozent wirksam bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen war. Die Zwischenergebnisse basierten auf Daten von rund 1200 Personen, die endgültigen Ergebnisse umfassen weitere 1000 Probanden. Keiner der Studienteilnehmer, der die Pfizer-Behandlung erhielt, verstarb - verglichen mit zwölf Todesfällen unter denen, die das Placebo einnahmen.

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Der Pharmakonzern legte auch erste Daten aus einer zweiten klinischen Studie vor, die zeigten, dass die Behandlung die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei rund 600 Erwachsenen mit einem normalen Risiko bei einer Infektion um etwa 70 Prozent reduzierte. "Wir sprechen hier von einer unglaublichen Anzahl von geretteten Leben und verhinderten Krankenhausaufenthalten. Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen", sagt Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten.

Alle zwölf Stunden für fünf Tage

Die Pille wird in Kombination mit einem älteren antiviralen Mittel namens Ritonavir verabreicht. Die Kombinationsbehandlung mit dem Markennamen Paxlovid wird kurz nach Einsetzen der Symptome alle zwölf Stunden für fünf Tage eingenommen. Pfizer-Manager Dolsten erwartet in Kürze eine Notfallzulassung des Mittels durch die US-Arzneimittelbehörde FDA und auch andere Behörden, etwa in der EU und im Vereinigten Königreich.

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Die US-Regierung hat sich bereits zehn Millionen Behandlungseinheiten für knapp 5,3 Milliarden Dollar gesichert. In den USA sind bisher keine oralen antiviralen Behandlungen für Covid-19 zugelassen. Der Pharmakonzern Merck & Co hat zwar auch eine Notfallzulassung für seine antivirale Pille Molnupiravir beantragt. Dieses Medikament hat jedoch in einer klinischen Studie mit Hochrisikopatienten die Zahl der Krankenhausaufenthalte und Todesfälle nur um etwa 30 Prozent senken können.

Quelle: ntv.de, chr/rts

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