Wissen

Gen-Analyse bringt Gewissheit Der Wolf ist zurück im Norden

33013930.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Wolf breitet sich immer weiter im Bundesgebiet aus. Die genaue Untersuchung eines Kotfundes bringt Klarheit: Eines der scheuen Wildtiere ist nun auch in Schleswig-Holstein wieder ansässig. Gefahr für Menschen geht von dem Tier nicht aus. Jedoch müssen Landwirte um ihre Schafe und Ziegen fürchten.

Der Wolf ist nun auch nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt. Im Kreis Segeberg wiesen Experten Spuren eines Rüden nach, wie das Umweltministerium des Landes mitteilte. Zuletzt sei 2007 ein Wolf in der Nähe von Süsel überfahren worden. Davor gab es nach Angaben der Behörde im nördlichsten Bundesland wohl lange Zeit keine Wölfe, der letzte wurde 1820 erlegt. Die Rückkehr des Wolfes sei ein Symbol dafür, dass Arten in Schleswig-Holstein wieder eine Zukunft haben können, die schon ausgerottet waren, sagte der grüne Umweltminister Robert Habeck.

Kürzlich waren beim Wolfsinformationszentrum im Wildpark Eekholt erste Hinweise auf einen Wolf eingegangen. Die genetische Analyse einer Kotprobe bestätigte nun, dass es sich um einen männlichen Wolf handelt. Es sei davon auszugehen, dass das scheue, streng geschützte Tier als Einzelgänger über Mecklenburg-Vorpommern eingewandert sei, hieß es beim Umweltministerium.

Das Ministerium betonte, dass Spaziergängern und spielenden Kindern keine Gefahr drohe. Halter von Schafen und Ziegen sollten ihre Tiere angemessen schützen, hieß es. Seit einigen Jahren breitet sich der Wolf wieder in Deutschland aus - inzwischen gibt es vor allem in den östlichen Bundesländern mehrere Rudel. Erst in der vergangenen Woche waren Aufnahmen von Wolfswelpen in der Lüneburger Heide veröffentlicht worden.

Quelle: ntv.de, dpa