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Rückkehr nach 180 Jahren Der Wolf streift wieder durch NRW

Es gibt wohl kaum ein Raubtier, um das sich so viele Legenden ranken wie um den Wolf. In Nordrhein-Westfalen hat ihn allerdings schon lange niemand mehr zu Gesicht bekommen. Das könnte sich jetzt ändern, denn der Wolf scheint in die Region zurückzukehren.

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Erstmals seit knapp 180 Jahren wurden in Nordrhein-Westfalen Spuren eines Wolfes nachgewiesen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Wolf ist wohl zurück in Nordrhein-Westfalen. Laut einer Mitteilung des Umweltministeriums belegen DNA-Spuren aus dem Kreis Minden-Lübbecke die Anwesenheit eines Wolfes. Zuletzt war ein solcher Räuber vor etwa 180 Jahren in der Region nachgewiesen worden.

Nach Angaben des Ministeriums wurde zudem nahe der Grenze zu Niedersachsen ein Wolf mehrmals von einer Foto-Falle erfasst. "Es konnte noch nicht endgültig geklärt werden, ob es sich um eine dauerhafte Rückkehr in der Grenzregionen zu Niedersachsen oder um ein durchziehendes Tier handelt", so Umweltminister Remmel. "Dies müssen weitere Wolfs-Beobachtungen klären."

Bereits Ende vergangenen Jahres wurden an der niedersächsischen Grenze im Oppenweher Moor DNA-Spuren gesichert, die von einem Wolf stammten. Dem Umweltministerium zufolge wurde 1835 im münsterländischen Ascheberg-Herbern das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen dokumentiert.

In Deutschland tauchten Wölfe ab 1995 erstmals wieder auf, zunächst in der Oberlausitz in Ostsachsen. Aktuell haben sich in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen Wölfe angesiedelt. Sie gehören in Deutschland zu den streng geschützten Arten.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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