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Freitag, 11. Mai 2007

Immer weniger Imker: Deutschen Bienen geht es gut

Ein Bienensterben wie in den USA gibt es in Deutschland derzeit nicht. In diesem Jahr betrugen die Verluste nach Angaben des Bienenforschers Stefan Fuchs von der Universität Frankfurt/Main bundesweit rund zehn Prozent. Es gebe zwar Gegenden oder einzelne Imker mit großen Verlusten. Fünf bis zehn Prozent im Bundesschnitt seien jedoch normal. "Bislang war es ein gutes Bienenjahr."

Einen mit 30 Prozent ähnlich hohen Bienenverlust wie derzeit in den USA habe Deutschland im Winter 2002/2003 gehabt. "Dafür gab es keine klare Ursache." Es könne jedoch sein, dass die Varroa-Milbe schuld daran war. Sie schwächt die Bienen so stark, dass viele der Insekten dann an anderen Faktoren sterben. Mit der Varroa-Milde haben die deutschen Imker weiter zu kämpfen. "Man bekommt sie nicht weg."

Der Klimawandel gefährde die Bienen dagegen nicht. "Bienen haben eine eigene Nestklimatisierung erfunden." Sie fächeln mit den Flügeln und schaffen so einen Luftstrom. Zudem gebe es Bienen von Südafrika bis Skandinavien. "Insgesamt sind die Bienen eher wärmeliebend." Schlecht für die Tiere seien große Temperaturschwankungen im Frühjahr, weil sie dann in Warmphasen eine Brut ansetzen, die bei großer Kälte eingeht.

Eine Hauptursache für die schrumpfende Zahl von Bienenvölkern in Deutschland sei der Schwund der Imker. "Die Neigung zur Imkerei nimmt ab", diagnostiziert der Biologe. Dagegen könnten nur Anreize für die Bienenhaltung helfen.

Quelle: n-tv.de