Wissen

NASA schwärmt "Discovery" dockt an

Nach zweitägiger Reise durchs Weltall hat die US-Raumfähre "Discovery" ihr Ziel erreicht. Mit knapp zehnminütiger Verspätung legte der Shuttle mit sieben Astronauten an Bord an der Internationalen Raumfahrtstation ISS an. In den nächsten acht Tagen steht den Astronauten reichlich Arbeit bevor: Ihre wichtigste Aufgabe ist es, das vierte und letzte Sonnensegel an der Station zu montieren. Der erste "Weltraumspaziergang" ist bereits für Donnerstag geplant.

"Das Andocken ist wie im Bilderbuch gelungen", schwärmte eine Sprecherin im NASA-Kontrollzentrum in Houston im Bundesstaat Texas. Um 22.19 MEZ hatte der Shuttle sein schwieriges Manöver beendet und am vorgesehenen "Parkplatz" angedockt - derweil die Station in mehreren Hundert Kilometer Höhe über Australien hinwegflog.

Der neue Solarflügel ist äußerst wichtig für den Ausbau der ISS. Bereits im Mai soll nämlich die Besatzung von derzeit drei auf sechs Mann aufgestockt werden - ohne die vom vierten Flügel gelieferte Energie würden die Astronauten aber nicht über genügend Strom verfügen.

Mit im Gepäck der "Discovery" sind zudem Ersatzteile für eine supermoderne Wasser-Recycling-Anlage, die aus Urin und der Feuchtigkeit der Atemluft der Astronauten Trinkwasser aufbereiten kann. Die Vorrichtung war bereits Ende vergangenen Jahres installiert worden, es gab aber technische Probleme.

Ursprünglich hätte sich die "Discovery" schon Anfang Februar auf Weg machen sollen, hartnäckige Probleme mit Ventilen am Außentank sowie ein Leck an einer Wasserstoff-Leitung führten dann aber zu mehreren Startverzögerungen. Der Flug der "Discovery" ist der erste von fünf geplanten Shuttle-Starts in diesem Jahr.

Quelle: ntv.de