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Alte Mission hat Spuren übersehen Doch Leben auf dem Mars?

Eine alte Mars-Mission hat Spuren von organischem Material übersehen - das behauptet eine Studie, die US-Forscher veröffentlichen. Vor 34 Jahren seien Daten falsch ausgewertet und mögliche Hinweise auf Leben vernichtet worden.

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Unser planetarischer Nachbar, der Mars.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Suche nach Leben auf dem Mars ist einer aktuellen Studie zufolge etwas aussichtsreicher geworden. Die Wahrscheinlichkeit sei gestiegen, dass es organisches Material auf dem Planeten gebe, heißt es in einer neuen Untersuchung der Universität Autónoma von Mexiko, auf die die US-Raumfahrtbehörde Nasa jetzt hinwies. Damit könnte die Kernvoraussetzung für Leben erfüllt sein.

Untersuchungen waren fehlerhaft

In der Studie hätten die Forscher herausgefunden, dass Untersuchungen von Bodenproben auf dem roten Planeten vor 34 Jahren fehlerhaft waren. Damals führte die Sonde "Viking 1" biologische Experimente auf dem Mars durch, die allerdings keinerlei Nachweis von Lebensspuren erbrachten. Die Ergebnisse sind bis heute umstritten.

Die Forscher stellten die Tests von damals jetzt an Gestein aus der Atacama-Wüste von Chile nach, das dem Marsboden sehr ähnlich ist. Ihre neuen Analysen hätten gezeigt, das die "Viking" das in den Bodenproben vorhandene organische Material damals zerstört haben müsste, sagte der Leiter der Studie, Rafael Navarro-González.

1976 habe man nichts von der Existenz des Perchlorat-Salzes im Marsboden gewusst, die erst vor zwei Jahren von der Sonde "Phoenix" nachgewiesen wurde. Dieser giftige Stoff sei damals von der "Viking" zu stark erhitzt worden und habe daher alle Lebensspuren vernichtet.

Fehlendes Puzzleteil entdeckt

"Das sagt zwar noch nichts über die Frage aus, ob es jemals Leben auf dem Mars gab, aber es könnte einen großen Unterschied machen, wie wir künftig nach Beweisen dafür suchen", sagte Nasa-Wissenschaftler Chris McKay, Co-Autor der im Fachblatt "Geophysical Research - Planets" veröffentlichten Studie. Man habe jetzt ein seit drei Jahrzehnten fehlendes Puzzleteil entdeckt. Nachdem bereits Wasser auf dem Mars gefunden wurde, muss man sich bei der Suche nach Leben voll auf organisches Material konzentrieren, sagte Navarro-González.

Der Leiter des Viking-Experimentes hält die neuesten Erkenntnisse laut der "New York Times" für zweifelhaft. Es sei hoch spekulativ, dass in den damals untersuchten Bodenproben tatsächlich Perchlorat enthalten gewesen sei, sagte Klaus Biemann, pensionierter Professor vom Massachusetts Institute of Technology, der Zeitung.

Quelle: ntv.de, dpa