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"Aufmerksamkeitsbetriebenes" Auto kommt Döst der Fahrer, bremst der Wagen

Müde Auto zu fahren, ist ebenso gefährlich wie Trunkenheit am Steuer - und gilt vor Gericht auch als grobe Fahrlässigkeit.jpg

Müde Auto zu fahren ist gefährlich. Ein "mitdenkendes" Auto soll Unfälle aufgrund von Unkonzentriertheit verhindern helfen.

(Foto: dpa)

Unkonzentrierten Autofahrern soll ihr Gefährdungspotenzial genommen werden: Forscher haben ein Auto getestet, welches langsamer wird, sobald die Konzentration des Fahrers nachlässt. Immerhin wird ein sehr großer Teil der tödlichen Unfälle durch Unaufmerksamkeit verursacht.

Gedanklich abwesende Autofahrer sollen nach den Vorstellungen australischer Forscher künftig keine Gefahr mehr für den Straßenverkehr darstellen. Die Wissenschaftler präsentierten ein Fahrzeug, das die Hirnströme der Fahrer misst und bei mangelnder Konzentration automatisch langsamer wird. Dafür müssen die Fahrer einen Helm mit 14 Sensoren aufsetzen, durch die ununterbrochen die Art und Stärke der Hirnaktivität gemessen wird. Schlagen die Sensoren Alarm, wird automatisch die Geschwindigkeit reduziert.

In der Testphase seien den Probanden verschiedene Aufgaben gestellt worden, berichtete Forschungsleiter Geoffrey Mackellar. Unter anderem hätten sie mit dem Handy telefonieren, im Autoradio nach neuen Sendern suchen, Wasser trinken oder auf eine Straßenkarte schauen müssen. Zudem wurden sie auf einen "Langeweile-Trip" mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde geschickt. Dabei sei gemessen worden, was passiert, "wenn die Fahrer sich ausblenden", berichtete Mackellar.

Das "aufmerksamkeitsbetriebene" Auto wurde im Auftrag des Königlichen Automobilclubs von West-Australien (RAC) entwickelt. Es soll nun auf eine Testfahrt durch den Bundesstaat gehen, der rund ein Drittel des Territoriums von Australien ausmacht und in dem es überproportional viele Unfälle gibt. "Und etwa 46 Prozent der tödlichen Unfälle werden Schätzungen zufolge durch Unaufmerksamkeit verursacht", sagte RAC-Chef Pat Walker.

Quelle: n-tv.de, AFP

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