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Im Urlaub besser aktiv Faulenzen belastet den Körper

Um sich im Urlaub zu erholen, helfen beispielsweise ein Radausflug, eine Wandertour oder ein ausgedehnter Spaziergang mehr, als die ganze Zeit die Beine baumeln zu lassen. Foto: Jens Büttner

Um sich im Urlaub zu erholen, helfen beispielsweise ein Radausflug, eine Wandertour oder ein ausgedehnter Spaziergang mehr, als die ganze Zeit die Beine baumeln zu lassen.

Von wegen zwei Wochen lang die Beine hochlegen und dann erholt zurückkehren: Wer im Urlaub nur auf der faulen Haut liegt, stresst seinen Körper in Wirklichkeit.

Faulenzen und bis in die Puppen zu schlafen, kann ungesund sein, sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. "Da kommt man kaputter nach Hause, als man losgefahren ist." Erholung sei immer ein aktiver Prozess, der Erholungswert eines Aktivurlaubs im Vergleich zum passiven Urlaub drei- bis viermal so groß.

"Gerade zu Beginn empfiehlt sich körperliche Bewegung statt Ruhe, um die Hektik des Alltags allmählich abzubauen", erläutert der Wissenschaftler. "Auch der gewohnte Tag- und Nachtrhythmus sollte einigermaßen beibehalten werden."

Strandspaziergänge, Wanderungen, Ballspiele, Joggen, Radeln, Schwimmen - 60 bis 70 Minuten am Tag sollte das Bewegungsprogramm während der Ferien schon dauern. "Ohne Aktivität geraten Körper und Seele in eine Disbalance, weil alle Zellstrukturen ihre Funktionen zurückfahren", sagt Froböse. Nach einer anstrengenden Bergwanderung von sechs, sieben Stunden sei allerdings ein Tag Pause mit deutlich reduzierter Belastung angebracht. Dasselbe gelte für lange Radtouren.

Während es die Faulenzer mit dem Ausspannen übertreiben, gibt es andere, die im Urlaub den versäumten Sport vom ganzen Jahr nachholen wollen. "Da ist die Überlastung von Muskeln, Sehnen und Gelenken geradezu programmiert", warnt der Experte. Wichtig sei es, dem Körper auch Ruhepausen zu gönnen. Außerdem sollten Urlauber tun, wozu sie Lust haben, statt sich dem Druck auszusetzen, alles mitmachen zu müssen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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