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Empfänger von Arbeitslosengeld I erhielten im Schnitt Medikamente für 254 Tage des Jahres.
Empfänger von Arbeitslosengeld I erhielten im Schnitt Medikamente für 254 Tage des Jahres.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 27. Juli 2011

Der Job ist seltener schuld: Fehlende Arbeit macht krank

Empfängern von Arbeitslosengeld I ist laut einer Statistik der Techniker-Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr die höchste Pro-Kopf-Menge an Medikamenten verschrieben worden. Im Schnitt erhielten sie Arzneimittel für 254 Tage des Jahres, wie die Kasse in Hamburg mitteilt. Durchschnittlich wurden demnach jedem der 3,5 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen Medikamente für 182 Tage verschrieben. Die Branche mit den höchsten Arzneimittelverordnungen waren laut aktuellem TK-Gesundheitsreport die Ordnungs- und Sicherheitsberufe mit 197 Tagesdosen, die wenigsten Medikamente bekamen Medien- und Geisteswissenschaftler mit 154 Rationen.

Die Krankenkasse wertete die Statistik als Beleg, dass auch fehlende Arbeit krank macht. "Die Daten zeigen, dass Gesundheit nicht nur von den gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz abhängt, sondern dass auch mit der Arbeitslosigkeit gesundheitliche Risiken, vor allem im psychischen Bereich, verbunden sind", erklärt TK-Sprecherin Gudrun Ahlers.

Quelle: n-tv.de

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