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Europas größtes Sonnenteleskop Fernrohr "Gregor" eingeweiht

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Auf Teneriffa ist Europas größtes Sonnenteleskop in Betrieb genommen worden.

dpa

Nach mehr als zehn Jahren Planung ist das größte Sonnenteleskop Europas in Betrieb gegangen. Das Mega-Fernrohr soll Bilder von der Sonne machen und erklären, welche Wirkungen sie auf die Erde hat. Erste Aufnahmen lieferte "Gregor" bereits am Tag seiner Einweihung.

Auf Teneriffa ist das größte Sonnenteleskop Europas eingeweiht worden. Es soll Bilder der Sonne in bislang unerreichter Qualität liefern. Das Riesenfernrohr namens "Gregor" sei in erster Linie entwickelt worden, um  die physikalischen Prozesse an der sichtbaren Oberfläche der Sonne  zu erkunden, sagte der deutsche Forscher Oskar von der Lühe, Direktor des in Freiburg ansässigen Kiepenheuer-Instituts für  Sonnenphysik, bei der Einweihung auf der Kanarischen Insel.  

"Gregor" verfügt nach Angaben des Instituts für Astrophysik der Kanaren über ein optisches System, das in der Lage ist, trotz atmosphärischer Störungen Bilder von einer Qualität zu machen, die bislang "kein terrestrisches Teleskop erzielt" habe. So könnten Wissenschaftler die Sonne so detailgetreu wie nie zuvor untersuchen, hieß es.

Das Teleskop ist auf einem beweglichen Dach installiert worden. Bei der Öffnung des Daches kann die Luft zirkulieren, was eine Überhitzung  des Gestells und der Spiegel verhindert. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Teleskop sowohl tagsüber als auch nachts verwendet werden kann. Wenn die Sonne nicht sichtbar ist, kann das Fernrohr andere Sterne unserer Galaxie beobachten. Die Kosten von 12,85  Millionen Euro für die Anlage wurden überwiegend von deutschen  Instituten getragen. Über Kooperationsverträge können auch Wissenschaftler aus anderen Ländern das Teleskop nutzen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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