Wissen

Auswirkungen des 11. September Feuerwehrleute erkranken öfter

AP01091002587.jpg

Feuerwehrleute auf dem Gebiet, das später "Ground Zero" genannt wurde.

(Foto: AP)

Feuerwehrleute, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 im World Trade Center in New York im Einsatz waren, erkranken einer Studie zufolge häufiger an Krebs als andere Kollegen. In einer Sonderausgabe der britischen Medizinzeitschrift "The Lancet" zum zehnten Jahrestag der Anschläge wurde jetzt eine Studie der medizinischen Leitung der New Yorker Feuerwehrbehörde veröffentlicht, wonach diese Feuerwehrleute eine 19 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Krebs zu erkranken, als ihre Kollegen, die nicht im Einsatz waren beziehungsweise ein vergleichbarer Querschnitt der Bevölkerung.

Der Studie zufolge erkrankten 263 der im Einsatz gewesenen Feuerwehrleute an Krebs, entsprechend dem Bevölkerungsschnitt hätten es nur 238 sein sollen. Für die Studie hatten die Autoren die Daten von 9853 Feuerwehrmännern überprüft.

Eine weitere in "The Lancet" veröffentlichte Studie zeigt die hohen physischen und psychischen Belastungen der geschätzten 50.000 Rettungs- und Aufräumkräfte. Von rund 27.000 untersuchten Helfern hätten 28 Prozent Asthma bekommen, 42 Prozent Nebenhöhlenentzündungen und 39 Prozent chronisches Sodbrennen, heißt es in der Studie der Mount Sinai School of Medicine im US-Bundesstaat New York. Rund 28 Prozent der Helfer litten demnach an Depressionen und 32 Prozent an einem posttraumatischen Stresssyndrom.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema