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Gestrandete AstronautenNasa spricht nach Starliner-Panne von "beunruhigenden Fehlern"

20.02.2026, 05:33 Uhr
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Suni Williams und Barry 'Butch' Wilmore sollten eigentlich nur acht Tage im All bleiben. Daraus wurden neun Monate. (Foto: dpa)

Rund eine Woche sollen zwei US-Astronauten im Jahr 2024 an Bord der ISS bleiben. Doch die Dinge laufen nicht wie geplant. Wegen einer Panne können die beiden erst neun Monate später auf die Erde zurückkehren. Jetzt liegt der Untersuchungsbericht vor - und der offenbart schwere Versäumnisse.

Selbstkritik der Nasa: Fast ein Jahr nach dem Ende eines neunmonatigen Zwangsaufenthalts von zwei Astronauten im All hat die US-Raumfahrtbehörde interne Fehler eingeräumt. Nasa-Chef Jared Isaacman stellte zu dem Vorfall mit dem Starliner-Raumschiff des US-Luftfahrtkonzerns Boeing einen Untersuchungsbericht vor. In diesem ist von einem "schwerwiegenden Vorfall" die Rede.

In einer Nasa-Mitteilung hieß es, eine unabhängige Untersuchung habe ergeben, dass ein Zusammenspiel von "Hardwarefehlern, Qualifikationslücken, Führungsfehlern und kulturellen Schwächen" Risikobedingungen geschaffen hätten, "die nicht mit den Sicherheitsstandards der Nasa für die bemannte Raumfahrt vereinbar sind". Die Ermittlung der technischen Ursachen werde fortgesetzt.

Isaacman sagte, Starliner weise "Konstruktions- und Entwicklungsdefizite auf, die behoben werden müssen". Der "beunruhigendste Fehler" betreffe laut der Untersuchung aber die "Entscheidungsfindung und Führung" in der Nasa.

Die US-Astronautin Suni Williams und ihr Kollege Butch Wilmore waren im Juni 2024 mit einem Starliner-Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS geflogen und sollten ursprünglich nur acht Tage im All bleiben. Wegen eines technischen Problems kehrte der Starliner jedoch ohne sie zur Erde zurück. Williams und Butch mussten auf der ISS ausharren und kehrten erst im März 2025 zurück - nach 286 statt geplanten acht Tagen im All.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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