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Göttinger Erkenntnisse Herzkrank durch Depressionen

Herzerkrankungen und Depressionen verlaufen oft Hand in Hand. Menschen, die ihre Gefühle nur schwer ausdrücken können, sind besonders gefährdet für Herzkrankheiten. Die Erkrankung belastet wiederum die Seele. Für Patienten, die eine Herzerkrankung haben und unter depressiven Verstimmungen leiden, wollen Mediziner der Uniklinik Göttingen nun neue Behandlungsmöglichkeiten erforschen.

Menschen mit einer Depression haben ein doppelt so hohes Risiko, eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln oder an ihren Folgen zu versterben. Als besonders gefährdet gelten jene Personen, die stark zu negativen Gefühlen wie Ärger, Niedergeschlagenheit oder Sorgen neigen. Wenn sie sich nicht mit anderen Menschen austauschen, wird die seelische Belastung nicht ausreichend abgebaut.

In der fünfjährigen Studie sollen die Teilnehmer nach Angaben der Uniklinik gezielt lernen, besser mit psychischem Druck umzugehen. Die dafür angebotene Psychotherapie wird am individuellen Bedarf ausgerichtet und mit der üblichen Herzbehandlung kombiniert. "Die Ergebnisse der Studie sind für die Behandlung von Herzerkrankungen sehr wichtig", sagt Gerd Hasenfuß vom Herzzentrum der Universitätsmedizin. Etwa jeder dritte Herzpatient leidet an einer depressiven Erkrankung.

Quelle: ntv.de

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