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Naseputzen kann schaden Hochziehen erlaubt

Übermäßiges Naseputzen kann bei einer Erkältung mehr schaden als helfen. Beim Schnäuzen ist der Innendruck in der Nase zehnmal höher als beim Niesen. Dadurch können die Erkältungsviren in die Nebenhöhlen gedrückt werden und dann droht eine Entzündung. HNO-Ärzte raten deshalb dazu, besser öfter den Schleim in der Nase hochzuziehen als sich fortwährend zu schnäuzen - auch wenn das unmanierlich wirkt. Es sei jedoch vertretbar, sich ab und zu die Nase maßvoll zu putzen. Dabei ist es wichtig, dass zunächst ein Nasenloch zugehalten und aus dem anderen das Sekret vorsichtig herausgeschnaubt wird. Dann kommt das andere Nasenloch dran.

Täglich filtert die Nase des Menschen mehr als 10.000 Liter Luft, reinigt sie von Fremdkörpern, befeuchtet sie und wärmt sie auf für den Körper verträgliche 34 Grad Celsius an. Dabei wechseln sich die beiden Nasenhälften ab: Arbeitet der eine Nasenflügel besonders intensiv, befindet sich der andere im Schongang, und umgekehrt. Normalerweise bleibt diese Körperfunktion vom Menschen unbemerkt. Erst beim Schnupfen, wenn ein Nasenloch mehr verstopft ist als das andere, fällt sie auf.

In dieser Zeit niesen Menschen auch mehr. Das Niesen ist eine Reaktion auf Fremdkörper. Sobald die empfindsamen Nervenenden im Nasenraum Eindringlinge entdecken, will der Körper sie schnellstmöglich wieder hinausbefördern. Und das geschieht mit großer Intensität. Der Luftstrom beim Niesen wird rund 150 km/h schnell.

Werden die Nervenverbindungen zwischen Riechzellen und dem Gehirn durch eine Virusinfektion oder ein Schädelhirntrauma infolge eines Unfalls geschädigt oder abgerissen, entstehen Riechstörungen. Diese können jedoch nach Angaben des Berufsverbandes der Neurologen durch ein gezieltes Training des Geruchsinn eingedämmt werden. Dabei muss der Betroffene morgens und abends je zweimal an verschiedenen, intensiv riechenden Duftstoffen schnuppern. Als Duftstoffe eignen sich beispielsweise Eukalyptus, Zitrone und Gewürznelke. Das Training eignet sich auch für gesunde Menschen,
die ihr Riechvermögen verbessern wollen.

Quelle: n-tv.de