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Hafenstädte immer mehr bedroht Jahrhundertflut-Risiko steigt

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Sturm Katrina verwüstete nicht nur New Orleans, sondern verdeutlichte auch die Hilflosigkeit der Behörden angesichts einer Jahrhundertflut.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Der Klimawandel aber auch das Bevölkerungswachstum in den Hafenstädten sorgen dafür, dass immer mehr Menschen von einer Jahrhundertflut betroffen sein können. Gefahr besteht vor allem für viele asiatische Metropolen, aber auch an der Nordseeküste.

Immer mehr Menschen in den wachsenden Hafenstädten könnten in der Zukunft dem Risiko einer Jahrhundertflut ausgesetzt sein. Derzeit seien rund 40 Millionen Menschen in Hafenmetropolen vom Risiko einer Sturmflut bedroht, sagte der britische Wissenschaftler Robert Nicholls von der Universität Southampton in Hamburg. Im Jahr 2070 könnten es rund 150 Millionen Menschen sein. Gründe hierfür seien Effekte des Klimawandels, das Bevölkerungswachstum und der Zuzug vieler Menschen in die Städte.

Die Daten wurden für eine Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erhoben. Darin wurden 136 Hafenmetropolen mit jeweils mehr als einer Million Einwohner berücksichtigt. Vor allem asiatische Städte seien betroffen, sagte Nicholls. Unter den im Jahr 2070 bedrohtesten Metropolen seien Kolkata und Mumbai (Indien), Dhaka (Bangladesch), Shanghai (China) und Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam).

Für die deutsche Nordseeküste rechnen Forscher in den Jahren 2070 bis 2100 mit einer Erhöhung der maximalen Sturmwasserstände. Denkbar sei eine Größenordnung von 30 bis 110 Zentimetern, sagte Hans von Storch, Leiter am Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht. Das Institut ist einer der Veranstalter des Sturmflutkongresses. In Hamburg treffen sich bis zum Freitag Wissenschaftler aus 30 Ländern, um ihre Erkenntnisse über Sturmfluten auszutauschen.

Quelle: n-tv.de, dpa