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Drei Satelliten im Einsatz Japan spioniert aus dem All

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Eine H-2A-Rackete schießt den Satelliten ins All.

(Foto: REUTERS)

Als Reaktion auf nordkoreanische Raketentests hatte Japan neue Spionagesatelliten entwickelt. Einer davon ist jetzt ins All gestartet. Er soll Japans Sicherheit gewährleisten. Nebenbei liefert er einen Überblick über Schäden nach Naturkatastrophen.

Japan hat einen neuen Spionagesatelliten ins All geschickt. Eine H-2A-Rakete mit dem Satelliten an Bord startete vom Weltraumzentrum Tanegashima im Südwesten des Landes ins All, wie die japanische Weltraumbehörde Jaxa mitteilte. Der Satellit ist unter anderem mit einem Radargerät ausgestattet, das aus hunderten Kilometern Entfernung einen Meter große Objekte ausmachen kann - auch in der Nacht und bei Nebel.

Damit will Japan nicht nur Informationen für die Sicherheit und Verteidigung des Landes sammeln, sondern sich auch nach Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis einen Überblick über die Schäden verschaffen. Am 11. März waren nach einem Erdbeben der Stärke 9,0 weite Teile der Nordostküste Japans von einer meterhohen Flutwelle überspült worden. Fast 20.000 Menschen starben oder gelten als vermisst. Die Katastrophe beschädigte auch Teile des Atomkraftwerks Fukushima, in mehreren Reaktoren kam es zur Kernschmelze.

Japan hat bereits drei Spionagesatelliten mit Kameras im Einsatz. Der ins All geschickte soll einen älteren Satelliten mit Radartechnik ersetzen, der kaputtgegangen war. Bis Frühjahr 2013 soll ein weiterer folgen. Japan hatte die Satelliten als Reaktion auf nordkoreanische Raketentests entwickelt.

Quelle: n-tv.de, AFP

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