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Mimik-Muskeln könnten helfen Kein Anti-Falten-Mittel überzeugt

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Falten gehören zum Prozess der Hautalterung.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Gibt es eine wirkungsvolle Antifaltencreme oder ein gutes Haarwuchsmittel? In beiden Fällen sind nach Ansicht des Experten Gerd Mildau noch keine überzeugenden Produkte auf dem Markt. "Wer eines dieser Probleme löst, kann schon mal die Milliarden auf sein Konto buchen", sagte der Lebensmittelchemiker vom Chemischen Untersuchungsamt in Karlsruhe. Anlass war die Eröffnung des Kosmetiktages, zu dem etwa 130 Chemiker, Dermatologen und Toxikologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen.

Die Forschung arbeite zurzeit an Peptiden, die noch tiefer in die Haut eindringen und die Faltenbildung verhindern, sagte Mildau. "Das Problem dabei ist: Ab einer gewissen Tiefe besteht die Gefahr, dass die Partikel in die Blutbahn gelangen können. Und das ist nicht erlaubt." Um die Falten weniger sichtbar zu machen, müssten eigentlich die Mimik-Muskeln unter der Haut beeinflusst werden. Ob dies überhaupt mit einer Creme gelingen könne, sei zweifelhaft.

Mildau warnte auch vor sogenannten Mikronadel-Rollern. Dieses Gerät raut mit hunderten kleinen Nadeln die Haut auf und lässt so die Cremes tiefer in die verwundete Haut eindringen. Einige Kosmetikstudios arbeiteten bereits mit dieser Methode, sagte der Chemiker. "Wir werden das in den kommenden Monaten überprüfen." Nach seiner ersten Einschätzung handelt es sich um einen medizinischen Eingriff, der nur von Dermatologen vorgenommen werden dürfe.

Quelle: n-tv.de, dpa

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