Wissen
(Foto: sigrid rossmann, pixelio)
Donnerstag, 09. Februar 2012

Kombination aus Fasten und Chemo: Krebszellen lassen sich irritieren

Durch Fasten kann die Ausbreitung von Krebs gebremst werden. Das stellen Forscher zumindest bei Versuchen mit Mäusen fest. In Kombination mit einer Chemotherapie ist das Therapieergebnis wesentlich besser als bei einer reinen Chemotherapie. Das Verfahren hat sich bei Brust-, Haut- und Hirntumoren bewährt. Wie Menschen reagieren, ist bisher unklar.

Die Behandlung von Krebserkrankungen bei Mäusen kann laut einer US-Studie durch kurze Fasten-Perioden verbessert werden. Eine Kombination von Fasten-Zyklen und Chemotherapie sei spürbar effizienter als die Chemotherapie allein, sagte Valter Longo von der Universität Southern California. Ob eine solche Therapie auch bei Menschen wirke, könne er nicht sagen.

Bei den Mäusen jedenfalls führte das Fasten offenbar zu guten Ergebnissen. Durch den Verzicht auf Nahrung werden demnach Wachstum und Ausbreitung von Krebszellen gebremst. Longo testete das Verfahren bei Mäusen mit verschiedenen Arten von Krebserkrankungen, darunter Brustkrebs, Hautkrebs und Hirntumore.

Eine Art, gegen den Krebs vorzugehen, bestehe darin, die Krebszellen zu "verwirren", indem sie extremen Schwankungen ausgesetzt würden, sagte Longo. Fasten sei offenbar eine solche Möglichkeit, denn nur gesunde Zellen könnten sich schnell darauf einstellen. Die Studie wird in der Zeitschrift "Science Translational Medicine" veröffentlicht.

Quelle: n-tv.de