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Deutsche verzehren zu wenig Pflanzliches Männer essen doppelt so viel Fleisch wie Frauen

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Ein ordentliches Stück Fleisch - das lockt mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen.

(Foto: dpa)

Deutsche Männer essen laut der "Nationalen Verzehrsstudie" pro Woche mehr als ein Kilo Fleisch und Wurst, Frauen nur etwa 600 Gramm. Unterschiede gibt es auch bei den Trinkgewohnheiten. Und mehr als ein Viertel der Deutschen greift zu unnötigen Nahrungsergänzungsmitteln.

Männer essen pro Woche fast doppelt so viel Fleisch wie Frauen. Während Männer wöchentlich bundesweit im Schnitt knapp 1,1 Kilogramm Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren verzehren, nehmen Frauen knapp 600 Gramm zu sich. Das geht aus dem 12. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hervor, der in Bonn vorgelegt wurde.

Allerdings könnte sich das inzwischen bereits deutlich geändert haben - die für den Bericht ausgewerteten Daten stammen aus der "Nationalen Verzehrsstudie II", für die zwischen Ende 2005 und Anfang 2007 der Lebensmittelverzehr von knapp 14.000 Männern und Frauen zwischen 14 und 80 Jahren erfasst wurde. Die Studie wurde durchgeführt vom Max Rubner-Institut (MRI, ehemals Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel).

Sechsmal mehr Bier

Männer überschreiten demnach den von der DGE zugrunde gelegten Orientierungswert von 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche um das Zweifache. Frauen liegen an der oberen Grenze.

Deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es auch beim Trinken: Männer konsumieren doppelt so viel Limonade wie Frauen und sechsmal mehr Bier.

Aus den erhobenen Daten lässt sich laut MRI auch ablesen, dass die Deutschen generell "zu wenig pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst und zu viele tierische Lebensmittel" zu sich nehmen. Nahrungsergänzungsmittel (Supplemente) würden 28 Prozent der Befragten nehmen, "obwohl bei den meisten Vitaminen die mittlere Zufuhr den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entspricht oder diese sogar übersteigt."

Quelle: n-tv.de, abe/dpa

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