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Auf der Suche nach Wassereis Mondsonden erfolgreich gestartet

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Die beiden Sonden wurden auf einer gemeinsamen Trägerrakete ins Weltall befördert.

(Foto: AP)

Mit der Entsendung zweier unbemannter Mond-Sonden wendet sich die US-Raumfahrtbehörde NASA wieder dem Erdtrabanten zu. Ein Orbiter und eine Einschlag-Sonde hoben am Donnerstagabend um 23.32 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit an Bord einer Rakete von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus in Richtung Mond ab. Die NASA sprach von einem "fehlerlosen Start".

Das Duo hat auch das Ziel, eine mögliche Rückkehr von Menschen auf den Erdennachbarn vorzubereiten. Die erste bemannte Mondlandung jährt sich am 21. Juli zum 40. Mal. Zuletzt hatten Amerikaner 1972 den Mond betreten. Danach hatte das Interesse der NASA deutlich nachgelassen.

Die US-Weltraumbehörde hoffte auf einen reibungslosen Auftakt ihrer auf rund ein Jahr angesetzten Mondmission, nachdem eine erneute technische Panne erst am Mittwoch den Start ihres Space Shuttles "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS verhindert hatte.

Gezielter Absturz

Der "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) soll nach seiner Ankunft nach rund vier Tagen ein Jahr lang den Mond umkreisen, exakte Landkarten von der Oberfläche erstellen und damit geeignete Landeplätze für ein bemanntes Raumfahrzeug aufzeigen. Der "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS) soll herausfinden, ob es in den lichtlosen Kratern an den kalten Mondpolen Wassereis gibt. Dazu werden der Satellit und vor ihm die verbrauchte obere Stufe der "Atlas"-Startrakete im Oktober gezielt auf die Mondoberfläche abstürzen.

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Gebannt verfolgt diese amerikanische Familie den Raketenstart. Ob ihr Präsident ein Förderer der Raumfahrt ist, steht noch in den Sternen.

(Foto: AP)

Obama prüft NASA-Etat

Nach den Plänen des früheren Präsidenten George W. Bush sollen 2020 erstmals wieder Menschen den Mond betreten. Ziel ist demnach der Bau einer Station, die als eine Art Sprungbrett für eine erste bemannte Marsmission im Jahr 2037 dienen soll. Bush-Nachfolger Barack Obama lässt zurzeit aber alle bemannten laufenden und geplanten NASA-Missionen auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis überprüfen, vom Engagement für die ISS bis hin zum Mond-Mars-Programm.

Quelle: ntv.de, dpa