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Fundstücke sind 15.500 Jahre alt Nordamerikas älteste Siedlung gefunden

Die Entdeckung 15.500 Jahre alter Steinwerkzeuge in Texas rücken die Datierung der Besiedlung Nordamerikas weit zurück. Demnach wagten sich die ersten Einwanderer rund 2500 Jahre früher als zunächst angenommen auf den menschenleeren Kontinent vor.

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Die neuen Fundstücke stellen die bisherige Forschung auf den Kopf.

(Foto: AP)

Bei Ausgrabungen in einem Flussbett in Texas haben US-Archäologen die Überreste der ältesten menschlichen Siedlung in Nordamerika gefunden. Die Werkzeuge und Kunstgegenstände seien etwa 15.500 Jahre alt, berichtete das Fachmagazin "Science" in seiner neuen Ausgabe. Der Fund im Buttermilk Creek nahe Austin lege die Vermutung nahe, dass Nordamerika 2000 Jahre früher von Menschen besiedelt wurde als bislang angenommen.

Bislang hatten Funde aus den 1930-er Jahren nahe des Orts Clovis in New Mexico als älteste menschliche Spuren in Nordamerika gegolten. Diese Fundstücke waren auf etwa ein Alter von 13.000 Jahren datiert wurden. Forscher hatten angenommen, dass die nach dem Fundort benannten Clovis-Menschen über eine Landbrücke aus Asien eingewandert seien und zu den Urahnen der Völker Nord- und Südamerikas zählten.

Die neuen Funde in Texas aber seien deutlich älter als jene von Clovis, heißt es in der Studie von Wissenschaftlern der University of Illinois. Das Alter der Stücke sei nach unterschiedlichen Methoden bestimmt worden. "Wir haben dabei immer dieselben Ergebnisse erhalten", berichtete Studienautor Steven Forman.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa