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Start zum zweiten Mal verschoben Panne bei Bundeswehr-Satellit

Auch im zweiten Anlauf kann ein Kommunikationssatellit der Bundeswehr nicht ins All starten. Der Countdown wird erst kurz vor dem Take-Off unterbrochen.

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Das undatierte Handout zeigt ein Computerbild des Vorgängersatellliten COMSATBw auf der Erdumlaufbahn.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Technische Probleme haben erneut den Weltraumstart eines Kommunikationssatelliten für die Bundeswehr verhindert. Der eigentlich für die Nacht zum Samstag geplante Flug ins All musste wenige Sekunden vor dem Ende des Countdowns abgesagt werden. Grund war eine Fehlermeldung vom Drucksystem der Trägerrakete, hieß es vom europäischen Raumfahrtzentrum Kourou im südamerikanischen Französisch-Guyana. Ein neues Flugdatum wurde zunächst nicht genannt. Bereits der erste Starttermin im März hatte wegen technischer Probleme an der Ariane-5-Rakete kurzfristig abgesagt werden müssen.

Der COMSATBw-2 genannte Satellit soll das deutsche Militär unabhängiger von kommerziellen Anbietern machen und den Truppen Telefongespräche, Videokonferenzen und Internetzugang ermöglichen. Insgesamt besteht das System aus zwei Satelliten. Der erste ist bereits seit dem vergangenen Jahr im All. Bisher nutzte die Bundeswehr für die militärische Kommunikation Kapazitäten kommerzieller Anbieter.

Zusammen mit dem Telekommunikationssatelliten für die Bundeswehr sollte die Ariane 5 in der Nacht zum Samstag einen Telekom-Satelliten des Unternehmens SES Astra in den Weltraum bringen. Auch er kann nun erst später als geplant eingesetzt werden.

Quelle: ntv.de, dpa