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Sauerstoffgehalt des Blutes verringert Rauchen hemmt Chemotherapie

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Raucher sollten spätestens bei einer Krebsdiagnose ihreSucht aufgeben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Patienten, die bei einer Lungenkrebsdiagnose das Rauchen im einem frühen Stadium der Erkrankung aufgeben, haben deutlich bessere Überlebenschancen, erläutern Lungenärzte.

Von den Patienten, die das Rauchen aufgeben, überleben Studien zufolge rund 70 Prozent die nächsten fünf Jahre. Das teilen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin mit. "Von den Patienten, die unbeirrt weiterrauchen, hingegen nur etwa 30 Prozent", berichtet Prof. Helmut Teschler, Ärztlicher Direktor der Ruhrlandklinik am Universitätsklinikum Essen. Ähnliche Statistiken gebe es für Patienten mit Tumoren im Mund-Nasen- oder Rachenraum sowie im Hals.

Grund hierfür sei, dass das Rauchen den Sauerstoffgehalt des Blutes verringere. Als Folge fehlten etwa Sauerstoffradikale, die dem Gewebe eigentlich den Effekt der Strahlentherapie vermitteln, erläutert Teschler. Darüber hinaus begünstige Rauchen direkt das Tumorwachstum - was hier die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Metastasen bilden oder der Tumor zurückkehrt.

"Rauchende Patienten berichten von größeren Schmerzen, mehr Atemnot und Erschöpfungsanzeichen - das weiß ich aus langjähriger Erfahrung an meiner Klinik", sagt Teschler weiter.

Quelle: ntv.de, dpa