Wissen

Erde diesmal davongekommen Sonnenstürme werden heftiger

2011-06-09T073759Z_01_BER501_RTRMDNP_3_WEATHER-SPACE.JPG5784709356046976528.jpg

Aufnahme des Solar Dynamics Observatory vom 9. Juni 2011.

Reuters

Die Aktivität des wärmespendenden Sterns schwankt in einem etwa elfjährigen Rhythmus. Jetzt beginnt die Phase, in der es sogar mehrmals pro Monat zu starken Eruptionen kommen kann. Auch auf der Erde können sie spürbar werden. Doch der jüngste Sonnensturm blieb ohne Auswirkungen auf unseren Planeten.

Der gewaltige Sonnensturm, den Wissenschaftler auf der ganzen Welt seit Dienstag beobachten, hat keine Auswirkungen auf die Erde gehabt. "Es wird nichts mehr passieren, die Wolke ist eigentlich schon durch", sagte Werner Curdt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau.

Er erwartet aber, dass es in den kommenden Jahren mit zunehmender Aktivität der Sonne wieder öfter zu ähnlichen Eruptionen kommen wird. "In den nächsten zwei, drei Jahren wird es solche Ereignisse häufiger geben, und sie werden vermutlich auch noch heftiger werden", sagte Curdt.

Eruptionen jetzt häufiger

Die Sonnenaktivität schwankt in einem etwa elfjährigen Rhythmus. "Wir sind jetzt im ansteigenden Zyklus. In den Jahren 2006, 2007, 2008 und 2009 war die Sonne sehr wenig aktiv, da waren schon Leute beunruhigt, weil das sehr wenig Aktivität war", sagte der Wissenschaftler.

Jetzt beginne aber eine Phase, in der es öfter - sogar mehrmals pro Monat - vergleichbare Sonnenstürme geben könnte. "Das ist jedenfalls immer so gewesen, aber man kann es nicht vorhersagen", sagte Curdt.

Sollten die Stürme heftiger werden und die Erde mit voller Wucht erwischen, sind nach Worten des Wissenschaftlers auch gravierendere Folgen denkbar. "Es kann in der Tat Szenarien geben, die man sich lieber nicht vorstellen würde", sagte Curdt.

So könne Wechselwirkungen zwischen einer Plasmawolke und der Erdatmosphäre dazu führen, dass an Stromleitungen Überspannungen auftreten und in ganzen Regionen großräumig der Strom ausfalle. Dies sei vor Jahren bereits in Quebec in Kanada passiert.

Quelle: n-tv.de, Sigrun Stock, dpa

Mehr zum Thema