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Erschöpfung statt Fitness Sport als Sucht

Etwa ein Prozent der Bevölkerung ist sportsüchtig. Die Betroffenen verlieren nach einem Bericht der "Apotheken Umschau" die Kontrolle über das Ausmaß der körperlichen Belastung. Gewöhnung verlange nach Steigerung der Dosis, die Süchtigen ignorierten Gesundheitsschäden und entwickelten sogar Entzugserscheinungen, wenn sie einmal nicht trainieren könnten. "Sportsucht gilt heute als eine psychische Erkrankung", betont der Potsdamer Sportpsychologe Jürgen Beckmann.

Statt Fitness erreichten die Süchtigen nur einen Zustand völliger Erschöpfung. "Auf Grund ihres immensen Pensums und fehlender Pausen sind sie heillos übertrainiert." Anfangs sei Joggen die Einstiegsdroge gewesen, heute verschiebe sich das Geschehen in die Fitness-Center. Beckmann verlangt dort mehr Trainingsberatung und rät dem Personal, die Kunden auf die Suchtgefahr hinzuweisen.

Quelle: ntv.de