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Ausgesetzt in den Everglades Tigerpythons richten Schaden an

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Ein Tigerpython.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Forscher können auf ihren Beobachtungsfahrten im Everglades-Nationalparks kaum noch Tiere beobachten. Schuld daran sind aus Asien eingeschleppte Tigerpythons, die sogar Krokodile verschlingen können. Die Tiere sind von Privatleuten ausgesetzt worden und vermehren sich aufgrund der guten Lebensbedingungen schnell.

Die aus Asien eingeschleppten Tigerpythons richten schwere Schäden in der Tierwelt des Everglades-Nationalparks im US-Staat Florida an. Bei Beobachtungsfahrten über die Straßen beobachten Forscher kaum noch Waschbären (minus 99,3 Prozent der Sichtungen), Opossums (minus 98,9 Prozent) oder Luchse (minus 87,5 Prozent). Das berichtet eine Gruppe von US-Ökologen um Michael Dorcas vom Davidson College in Davidson. Ihre Studie ist in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften nachzulesen.
 

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Graslandschaft im Everglades-Nationalpark.

(Foto: wikipedia)

Die Forscher führen das auf einen mächtigen Gegner zurück: die eingeschleppten, bis zu 5,5 Meter langen Würgeschlangen (Python molurus bivittatus). Diese haben sich sowohl stark vermehrt als auch weit ausgebreitet. Die ausgewerteten Kontrollfahrten der Jahre 2003 bis 2011 umfassten 56.971 Kilometer. Die Ergebnisse zeigten, so schreiben die Ökologen, dass sich die Pythons dramatisch vermehrt haben und zu einer großen Bedrohung für die Tierwelt der Everglades geworden sind. Die Zählung der relativ leicht zu sichtenden Tierarten lasse für die Zahl seltenerer Tiere nicht Gutes erwarten.

Schlange verschlingt Krokodil

Die Schlangen vermehren sich etwa seit dem Jahr 2000 und wurden nach Behördenangaben vermutlich von Privatleuten ausgesetzt. Weil der Lebensraum jenem ihrer Heimat entspricht, kommen sie in der neuen Umgebung sehr gut zurecht. Bilder der Nationalparkverwaltung zeigen gar eine große Python, die ein großes Krokodil verschlungen hat, dabei allerdings platzte.

Die Forscher liefern drei Gründe, warum sie die Schlangen für den Rückgang der Tiere verantwortlich machen: Der Beginn des Rückgangs deckt sich mit dem Zeitpunkt der Einführung der Pythons. Wo die Schlangen schon lange durch den Park kriechen, sind die Verluste besonders hoch. Und die verschwundenen Tiere sind nachweislich Nahrung der Räuber.

Von ihrem natürlichen Lebensraum sei bekannt, dass die Pythons sogar Leoparden verschlingen, daher sei womöglich auch der seltene Florida-Panther in Gefahr. Das Verschwinden kleiner Raubtiere, so warnen die Forscher, kann vielfältige, nur schwer vorherzusagende Probleme mit sich bringen. Kaninchen könnten sich in der Folge verbreiten. Das gelte auch für Schildkröten, deren Eier oft von Waschbären geraubt werden. "Die Größenordnung dieses Verschwindens unterstreicht die anscheinend unglaublich große Dichte der Pythons im Everglades-Nationalpark", folgert die Gruppe.

Quelle: n-tv.de, dpa

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