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Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Veganer müssen vorbeugen

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Walnüsse sind pflanzliche Omega-3-Fettsäuren-Träger.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Aufnahme von zu wenigen ungesättigten Fettsäuren und bestimmten Vitaminen kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Veganer sind diesem Risiko in besonderer Weise ausgesetzt. Aus diesem Grund sollten sie gezielt vorbeugen.

Vitamin B12 und mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren können Veganer vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Darauf weist zumindest eine Übersichtsarbeit des chinesischen Forschers Duo Li von der Zhejiang Universität in Hangzhou hin. Sie ist im "Journal of Agricultural and Food Chemistry" erschienen. Unter dem Titel "Die Chemie hinter dem Vegetarismus" wertete Li mehrere Dutzend Artikel aus, die in den vergangenen 30 Jahren zum Thema veröffentlicht wurden.

Ein Mangel der genannten Stoffe könne demnach zu einem Anstieg des sogenannten Homocystein-Wertes und Verklumpungen der Blutplättchen führen – beides Risikofaktoren für Herz- und Gefäßkrankheiten. Menschen die zum Teil (Ovo-Lakto-Vegetarier) oder ganz (Veganer) auf tierische Produkte verzichten, nähmen die beiden Stoffe jedoch nur schwer auf.

Quellen für Vitamin B12

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Ein vegetarischer Eintopf.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Vitamin B12 ist etwa in Eiern und Fisch, aber nur in Spuren in Pflanzen zu finden. Auch bestimmte Omega-3-Fettsäuren sind bereits aufnahmebereit in tierischen Produkten enthalten – Veganer müssen sie deutlich unergiebiger selbst aus pflanzlichen Fettsäuren herstellen.

Li empfiehlt Veganern daher, sich mit Vitamin-B12-Präparaten und Walnüssen zu behelfen, die eine gute pflanzliche Omega-3-Quelle sind. Insgesamt hätten Fleischesser Li zufolge jedoch ein deutlich höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Denn sie sind durch ihre Ernährungsweise häufig dicker, leiden eher unter Bluthochdruck und einem erhöhten Cholesterinspiegel.

Quelle: ntv.de, dpa