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Auch Haie und Rochen betroffen Viele Fischarten sterben aus

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Schleppnetze werden hinter einem oder mehreren Trawlern über den Meeresboden gezogen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Schleppnetze bedeuten den Untergang für zahlreiche Fischarten. Mit der Methode des Fischens wird nicht nur jede Menge nicht genutzter Beifang aus dem Meer geholt, sondern auch der Meeresboden massiv zerstört. Umweltschutzorganisationen sprechen sich seit Jahren gegen die Schleppnetzfischerei aus.

Mehr als 40 Fischarten sind im Mittelmeer in den kommenden Jahren vom Aussterben bedroht. Einer veröffentlichten Studie der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) zufolge sind von den 519 heimischen Fischarten 43 gefährdet, das entspricht acht Prozent. Unter den 28 am stärksten bedrohten Arten gehören 23 zu den Familien der Rochen und der Haie. "Der Gebrauch von Schleppnetzen ist eines der Hauptprobleme für die Nachhaltigkeit und den Schutz zahlreicher maritimer Arten", sagte die IUCN-Programmleiterin Maria del Mar Otero.

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Greenpeace lässt vor Sylt Felsblöcke auf den Meeresboden herab, um gegen die Schleppnetzfischerei zu protestieren.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

In den Netzen verfingen sich nicht nur zahlreiche Arten ohne kommerziellen Nutzen, sondern sie zerstörten auch den Meeresboden, wo zahlreiche Fische leben, laichen und fressen, sagte del Mar Otero. Auch Delphine, Schildkröten, Wale und Vögel seien von den Schleppnetzen bedroht.

Dem Bericht zufolge gibt auch die Situation des roten Thunfischs angesichts der anhaltenden Überfischung des Mittelmeers Anlass zur Sorge. "Die Missachtung der aktuellen Fangquoten verbunden mit der verbreiteten Unterbewertung des Fangs" hätten die Bemühungen zum Schutz des Thunfischs untergraben, sagte der IUCN-Experte Kent Carpenter. Wissenschaftler dringen seit langem auf eine Reduzierung der Fangquoten, doch bei ihrem letzten Treffen im November ließ die Internationale Kommission für den Schutz des atlantischen Thunfischs die Quoten unverändert.

Quelle: n-tv.de, AFP

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