Wissen

Notbremse von Krebszellen entdeckt Warum Chemotherapien scheitern

Forscher aus der Schweiz entdecken einen trickreichen Schutzmechanismus bei Krebszellen. Sie sprechen von einem Durchbruch, der die Therapie der Krankheit verbessern könnte. Denn die Wissenschaftler fanden auch heraus, wie sie den Schutz der Krebszellen überlisten können.

22229983.jpg

Oft hilft die Chemotherapie. Trotzdem stirbt in Deutschland noch jeder Vierte an Krebs.

(Foto: picture alliance / dpa)

Warum scheitern Chemotherapien manchmal? Forscher aus der Schweiz sind einer Antwort auf diese Frage nun ein ganzes Stück näher gekommen. Mit Hilfe der Elektronenmikroskopie haben sie einen trickreichen Schutzmechanismus von entdeckt.

Bisher war die Wirkungsweise vieler Krebsmedikamente unbekannt, obwohl sie zum Teil schon seit Jahren im Einsatz sind. Professor Massimo Lopes und sein Team vom Institut für Molekulare Krebsforschung der Universität Zürich fanden nun heraus: Krebszellen können die DNS-schädigende Wirkung von Krebsmedikamenten reparieren. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Wirkstoffe Topotecan und Irinotecan in Chemotherapeutika.

Hoffen auf bessere Therapien

Der Schutzmechanismus erinnert an eine Notbremse. "Bisher war der Wirkmechanismus vergleichbar mit einem Zug, der ungebremst auf ein Hindernis auffährt und der dabei zwangsläufig entgleist", veranschaulicht Massimo Lopes seine Erkenntnisse über die hochkomplexen Vorgänge im menschlichen Körper. "Was wir nun entdeckt haben, ist die Notbremse, welche die Krebszelle selbst aktiviert, um sich zu schützen". Dank der Entdeckung dieses Mechanismus verstehen die Schweizer Forscher nun, weshalb eine Chemotherapie wirkt oder nicht wirkt.

Hoffnung macht Massimo Lopes und seinem Team, dass sie zugleich herausgefunden haben, mit welchen Medikamenten sie diese Notbremse wieder außer Betrieb setzen können. Laut dem Institut für Molekulare Krebsforschung liefern die Untersuchungen der Forscher die molekulare .

Quelle: ntv.de, ieh