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Zu teuer, zu kompliziert Weltraumtouristen Ausnahme

Weltraum-Tourismus wird nach Auffassung von Experten in absehbarer Zeit kein allgemeiner Trend werden. Wegen des relativ schwierigen und teuren Zugangs zum All würden Weltraumflüge für Laien auch in den nächsten zehn Jahren eher eine Ausnahmeerscheinung bleiben, sagte Volker Schmid von der Raumfahrtagentur des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR). "Weltraum-Tourismus wird vorerst nur einigen reichen Menschen vorbehalten bleiben", sagte Schmid, der beim DLR als Fachmann für bemannte Raumtransporte tätig ist.

In 20 Jahren könnten kommerzielle Unternehmen Höhen-oder Parabelflüge anbieten. Aber das wäre keine Raumfahrt im eigentlichen Sinne, so Schmid. "Von Raumfahrt sprechen wir erst, wenn die Erdumlaufbahn erreicht ist."

Weltraum-Tourismus habe mit Wissenschaft nichts zu tun, betonte Schmid. Das DLR, die europäische Raumfahrtbehörde ESA und auch die US-Weltraumbehörde NASA hätten anders als ihre russischen Kollegen kein vordringliches Interesse an Touristen, sondern wissenschaftliche Ziele. "Bei uns stehen wissenschaftliche Themen im Fokus. Und wir werden finanziert aus Steuermitteln", betonte Schmid. Wichtig sei, dass die Weltraum-Touristen gut vorbereitet würden, so könnten sie auch unter Umständen bei wissenschaftlichen Experimenten einbezogen werden.

Derzeit befindet sich der amerikanische Software-Unternehmer Charles Simonyi als fünfter Weltraum-Tourist auf der Internationalen Raumstation ISS.

Quelle: n-tv.de